Oschersleben l Die Matthias-Claudius-Haus-Stiftung in Oschersleben will einige Bereiche umstrukturieren. So sollen die Einrichtungen der Tagesbetreuung im Neubrandslebener Weg und in der Hermann- Krebs-Straße zusammengelegt werden. Das hat die Leitung der Matthias-Claudius- Haus-Stiftung beschlossen und nennt dafür organisatorische Gründe. "Die Verantwortlichen in den beiden Förderbereichen wurden gebeten, sich für den Zusammenschluss ein Raum, Personal- und Betreuungskonzept zu überlegen, welches dann diskutiert und umgesetzt werden soll", erklärte der Stiftungs-Geschäftsführer Michael Lange.

Fest steht demnach, dass der Förderbereich "Treff" am Wohnheimstandort in der Hermann-Krebs-Straße aufgelöst und in den Förderbereich der Werkstatt im Neubrandslebener Weg umziehen wird. Mitarbeiter sollen nicht entlassen werden. Vielmehr sollen frei gewordene Kapazitäten für die Seniorenbetreuung genutzt werden, die es innerhalb der Stiftung noch nicht gibt. "Wir richten für unsere älteren Bewohner einen Platz ein", sagte Lange. Der Bereich würde auf Zuwachs ausgelegt sein. Denn hochgerechnet würden in rund 20 Jahren etwa 20 Menschen mit Behinderung im nicht mehr arbeitsfähigen Alter auf eine umfassende Tagesbetreuung angewiesen sein. "Wir wollen uns bestmöglich darauf einrichten und aus unserem Bestand schöpfen", fügte Lange hinzu. Durch die Zusammenlegung rechnet er mit Synergieeffekten für die Förderbereiche Wohnen und Werkstatt.

Für die Erarbeitung des Konzeptes sei ein Zeitrahmen von einem halben Jahr vorgesehen. Dann würde weitere Zeit für notwendige Umbauarbeiten eingeplant und - wenn alles klappt wie erhofft - sollen die neuen Verhältnisse nach der Sommerpause 2015 gelten.