Als erste der Obere-Aller-Gemeinden hat Völpke seine Straßenbeleuchtung komplett auf LED umgerüstet. Dadurch werden Wartungs- und Energiekosten deutlich sinken. Investiert wurden in die neue Technik rund 140000 Euro.

Völpke l "Wir haben uns für eine andere Technologie, für LED entschieden, aber der Effekt dürfte ganz ähnlich sein", sagt Bürgermeister Wolfgang Smolin mit Blick auf die ebenso kostensparende Alternative mit dem Dimmlicht in Eilsleben (Volksstimme berichtete).

In Aussicht stünden demnach bis zu 50 Prozent weniger Energieverbrauch bei der Ausleuchtung der Gemeindestraßen. "Und das, obwohl ab sofort auch wieder alle Lampen in Völpke und Badeleben brennen", so Smolin. Zur Kostensparung hatte die Gemeinde zuletzt nur jede zweite Laterne erstrahlen lassen.

Von einer "logischen Einsparung" spricht mit Verweis auf die Basiswerte der Erhellung auch Jens-Uwe Smolin vom ausführenden Elektrobetrieb: "Die Anschlussleistung insgesamt in beiden Orten belief sich vor der Umrüstung auf 27 Kilowatt pro Stunde, jetzt beträgt sie nur noch neun Kilowatt." Das heißt, die volle Leistung der Straßenbeleuchtung wird mit zwei Drittel weniger Energie erreicht.

Die einzelnen Lampen (Birnen) wurden ausgetauscht, 327 an der Zahl, und begnügen sich statt vorher mit 80 bis 125 Watt nun mit 17 oder 24 Watt.

Hintergrund der staatlich teilgeförderten Umrüstung war nicht zuletzt, dass die bislang eingesetzten HQL-Leuchten ab 2015 nicht mehr bestückbar sind. "Des Weiteren spielt die Reduzierung der CO²-Abgabe eine wesentliche Rolle. Daher haben wir seitens der Gemeinde zeitig im vergangenen Jahr einen entsprechenden Förderantrag gestellt", erklärt Wolfgang Smolin. Der generelle Zuwendungsbescheid habe dann schon im August 2013 für die Ausführung in diesem Jahr vorgelegen. Nach Angaben des Bürgermeisters steht nun auch die Fördersumme in Höhe von 20000 Euro fest. Der Eigenanteil der Kommune beträgt somit rund 120000 Euro.

Die praktische Umstellung auf LED erfolgte in beiden Orten zwischen August und Oktober. "Alles lief reibungslos, jetzt sind wir komplett durch", so das Ortsoberhaupt. "Ich bin sicher, dass wir damit eine effektive Ausleuchtung der Ortslagen erreicht haben, und aufgrund der langen LED-Lebensdauer auch die Instandhaltungskosten nahezu auf null bringen." Konkrete Zahlen über die effektive Einsparung könne man aber erst im kommenden Jahr mit Beendigung des nächsten Abrechnungszeitraums nennen, betonte Smolin.