Ein Feueralarm heilt am Donnerstag die Schüler der Ganztagsschule des Sülzetals in Langenweddingen in Atem. Sie mussten das Gebäude verlassen, weil ein Feuer ausgebrochen war.

Langenweddingen l Kurz vor 13 Uhr ging in der Ganztagsschule des Sülzetals in Langenweddingen der Alarm los. "Achtung, Achtung! Alle Schüler und Lehrer müssen das Gebäude verlassen und auf weitere Anweisungen warten". Mit dieser sich immer wiederholenden Ansage vom Band wurden die Schüler und ihre Lehrer aufgefordert, die Ganztagsschule zu verlassen. Auf den dafür vorgesehenen Rettungswegen verließen die Mädchen und Jungen unter Anleitung ihrer Lehrer das Haus und versammelten sich in sicherer Entfernung auf dem Schulhof. Nach wenigen Minuten war die Schule menschenleer.

Derweil heulte in Langenweddingen die Sirene los und rief die Feuerwehrleute mit ihrem dreimaligen Signalton zum Gerätehaus. Wenig später fuhr das mit Kameraden besetzte Einsatzfahrzeug auf dem Schulhof vor. Gefolgt von einem Rettungswagen und der Polizei. Aus der Schule quoll mittlerweile dichter Rauch.

Mirko Lehmann, Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr Langenweddingen und bei dieser Übung Leiter des Einsatzes, ließ seine Kameraden absitzen und erkundete die Lage. Wie er vom Schulleiter Heinz-Günter Bartels erfuhr, befanden sich noch zwei Schüler im Gebäude - vermutlich verletzt und nicht in der Lage, sich selber zu retten. Einsatzleiter Lehmann ließ zwei Feuerwehrleute Atemschutzgeräte anlegen. Sie drangen in das verqualmte Schulhaus vor, um die beiden Schüler zu retten. Ein zweiter Trupp rückte nach, um bei einem Zwischenfall die Kameraden zu retten. Nach der Rettung der Kinder übergaben die Feuerwehrleute die Verletzten an Sanitäter des Rettungsdienstes Ackermann, die für die weitere medizinische Versorgung sorgten.

Zu den aufmerksamen Beobachtern der Feuerwehrübung an der Ganztagsschule des Sülzetals in Langenweddingen gehörten Ortsbürgermeisterin Jutta Spurek sowie Ordnungsamtsleiter Fred Fedder und Hauptamtsleiter René Kellner. "Wir wollten besonders testen, wie schnell die Kinder das Schulgebäude auf den Fluchtwegen verlassen", sagte Fedder, der sich mit der gezeigten Evakuierungszeit durchaus zufrieden zeigte. Während die Schüler und Lehrer völlig überrascht von der Übung waren, hatte die Gemeindeverwaltung die Feuerwehr in ihre Pläne eingeweiht. Langenweddingens Wehrleiter Maik Schneemann bediente die Nebelmaschine und sorgte im Inneren des Schulhauses für den nötigen Qualm, um die Übung möglichst realistisch erscheinen zu lassen. Aus dem Verlauf der Übung werde die Gemeindeverwaltung des Sülzetals die nötigen Schlüsse ziehen, um Schwachpunkte zu beseitigen, kündigte Hauptamtsleiter René Kellner an.

 

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