Domersleben (car) l Geschäftiges Treiben herrschte am Sonnabendvormittag am Domersleber Kulturhaus. Die Kameraden der Feuerwehren Domersleben und Wanzleben waren alarmiert worden, weil es in einer Dachgeschosswohnung brennen sollte und mehrere Personen als vermisst galten. Dieses Szenario hatte sich der Domersleber Ortswehrleiter Guido Behrendt für eine Einsatzübung ausgedacht.

Nach der Lageerkundung durch einen Trupp der Domersleber Feuerwehr, bei der auch gleich die erste vermisste Person gerettet wurde, drangen Kameraden der Wanzleber Feuerwehr bis ins Dachgeschoss vor. Plötzlich traten bei einem Feuerwehrmann Probleme mit dem Atemschutzgerät auf. Da die Treppe inzwischen eingebrochen war, war den Kameraden der Rückzugsweg abgeschnitten. Rettung war nur über die Drehleiter möglich, eine weitere vermisste Person konnte ebenfalls über diesen Weg in Sicherheit gebracht werden. Um die Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke kümmerten sich die Mitglieder der Feuerwehren Hohendodeleben und Klein Rodensleben, die 24 Minuten später alarmiert worden waren. Zur Entrauchung des Gebäudes wurde außerdem ein Belüftungsgerät eingesetzt.

"Bis auf einige Flüchtigkeitsfehler konnte im Großen und Ganzen ein reibungsloser Übungsverlauf festgestellt werden", resümierte Sven Nevermann, der neben Sven Drebenstedt als Übungsbeobachter eingesetzt war. Beide gehören zur Stadtwehrleitung. Ziel der Stadtwehrleitung ist es, dass jede Ortsfeuerwehr der Stadt Wanzleben - Börde pro Jahr mindestens eine Einsatzübung vornimmt.