In knapp einer Woche gibt der DRK-Kreisverband Wanzleben den Startschuss für seine 23. Weihnachtsspendensammlung. Rund 300 Rotkreuzler sind dann unterwegs, um einen Obolus für die sozialen Projekte der Hilfsorganisation zu erbitten. Die Schirmherrin der Aktion, Kreistagsvorsitzende Gabriele Brakebusch, kündigte bereits an, das Vorjahresergebnis von knapp 26000 Euro toppen zu wollen.

Wanzleben l Rund 300 Ehrenamtliche werden sich ab nächsten Freitag im DRK-Kreisverbandsgebiet auf den Weg machen, um in den Gemeinden von Haustür zu Haustür zu ziehen und um einen Obolus für die Weihnachtsspendensammlung zu bitten. "Wir hoffen natürlich auch in diesem Jahr wieder auf die finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung", sagt DRK-Geschäftsführer Guido Fellgiebel.

Für die nunmehr 23. Weihnachtsspendensammlung konnte die Kreistagsvorsitzende Gabriele Brakebusch (CDU) als Schirmherrin gewonnen werden. "Die Aktion tatkräftig zu unterstützen, liegt mir sehr am Herzen. Denn schließlich werden von den Spendengeldern wichtige und sinnvolle Projekte in der Region, vor allem auch für Kinder und Jugendliche finanziert", erklärt die 60-Jährige. Von ihrer Ausbildung als junge Sanitäterin habe sie als ehemalige Erzieherin lange zehren können, erzählt sie. "Deshalb weiß ich, wie wichtig es ist, den Nachwuchs auf diesem Gebiet zu fördern. Jenes früh erlernte Erste-Hilfe-Wissen kommt einem beispielsweise auch dann zugute, wenn man seinen Führerschein oder eine Ausbildung zum Pfleger machen will. Von den gesammelten Spenden soll so auch der Aufbau von weiteren Schulsanitäter-Gruppen an den Schulen unterstützt werden", nennt die Patin der Aktion ein Beispiel. Aktuell gibt es im Kreisverbandsgebiet Wanzleben an sieben Schulen Sanitätsdienst-Teams. Ein Starter-Set pro neugegründete Gruppe schlage mit 250 Euro zubuche, erläutert Fellgiebel.

Auch für die Ausbildung von weiteren Gymnastik-Kursleitern, die nach ihrer Qualifikation unter dem Motto "Gemeinsam und fit ins Alter" Seniorensportgruppen in den Begegnungsstätten ins Leben rufen und betreuen können, benötigt das DRK dringend finanzielle Unterstützung. "2015 haben wir vor vier neue Kursleiter ausbilden zu lassen", erläutert der 46-Jährige einen weiteren Investitionsposten. Die Kosten für jede einzelne Kursleiter-Ausbildung beläuft sich auf 420 Euro.

Geschäftsführer Guido Fellgiebel betont: "Mit dem Geld können wir eben diese Projekte aufbauen, die sonst aus Kostengründen außen vor bleiben würden. Wir sind ein kleiner, aber erfolgreicher Verband mit einer besonderen Struktur, vielen Ortsvereinen und Ehrenamtlichen, die die umfangreiche Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit mittragen."

Und eben jene freiwilligen Helfer werden ab nächsten Freitag bis zum 14. Dezember in den Gemeinden des Kreisverbandes unterwegs sein, um die Spendenbüchsen klingeln zu lassen. "Wir sind für jeden Beitrag dankbar. Jeder gespendete Cent kommt den Projekten 1:1 zugute. Mit den Spenden werden ausschließlich regionale Projekte unterstützt", versichert er. Um nicht Trittbrettfahrern oder Betrügern aufzusitzen, sollten sich die Bürger die jeweilige Spendenliste zeigen lassen, mahnt Fellgiebel zur Vorsicht. Die Echtheit der Liste sei am Originalstempel des DRK zu erkennen. "Sie gilt gleichzeitig auch als Ausweis. Wir legen bei der Aktion größten Wert auf Kontrolle und Transparenz."

Die Sammelaktion hat sich in den vergangenen 23 Jahren zu einer verlässlichen Größe im Verband entwickelt. An jenen Spenden-Erfolgen will auch Gabriele Brakebusch als diesjährige Patin der Aktion anknüpfen. "Das Vorjahresergebnis von 25916 Euro gilt es zu toppen", lautet ihr erklärtes Spendenziel.