Zwischen "Kuhstall" und Wirtschaftsgebäude hat am Sonntag der Harbker Advent Einzug gehalten. Das muntere Treiben auf dem Weihnachtsmarkt wusste Besuchern und Ausrichtern zu gefallen.

Harbke l Trotz oder auch gerade wegen seines verfallenen Erscheinungsbildes bietet der Schlosshof ein bezauberndes Ambiente für einen solchen geselligen Adventsgruß, wie ihn die Gemeinde und die örtlichen Vereine mit dem Anzünden der ersten Kerze am Sonntag wieder auf die Beine gestellt haben. Das Volk hat`s gedankt, es war zahlreich erschienen, nahm rege die Standangebote in Anspruch und genoss das behagliche Begleitprogramm.

Im Meldebüro war Schützenoberst Thomas Bielenberg zuversichtlich, noch an die Marke von 300 Teilnehmern beim Weihnachtspreisschießen heranzureichen: "200 werden es auf jeden Fall, und mal sehen, was in der letzten Stunde noch passiert." Am Schießstand kümmerte sich derweil Wilhelm Tell - nomen est omen - fachkundig um die schießlustigen Gäste.

Beim Handarbeitskreis gab es eine bunte und wärmende Auswahl liebevoll angefertigter Strick- und Häkelsachen und für den Gaumen im Glas eingeweckte Marmelade.

Die "AG 975" hatte - ganz im Zeichen des im nächsten Jahr anstehenden Dorfjubiläums - allerlei Harbker Spezialitäten auf Lager, darunter historisches Schrift- und Bildmaterial, Ginkgoseife und Piccolo-Fläschchen mit typischen Ortsansichten auf dem Etikett. Und wer noch ein dekoratives Schmuckstück mit Kerze und Tannenzweig suchte, wurde ebenfalls bei Margit Wende und Annett Borchers fündig. Mit Kerzen und Broschüren wartete nebenan der Denkmalpflegeverein auf.

Die Bespaßung der jüngsten Besucher war Aufgabe des Schulfördervereins, dessen Mitglieder nimmermüde die Bastelstation und das Büchsenwerfen betreuten. Und schließlich war auch der im knackig Kalten heiß ersehnte Moment gekommen: Unterstützt von der Feuerwehr, hielt der Rauschebart mit rotem Mantel Einzug und teilte freundlich aus.

Bilder