Der Schermcker Bürgerverein hat in der Vorweihnachtszeit wieder das dicke Grimmsche Märchenbuch aufgeschlagen. In diesem Jahr blieben die Laiendarsteller beim Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein "hängen" und erfreuten damit große und kleine Zuschauer auf dem Hof des Dorphuses.

Schermcke l Immer am 3. Advent dürfen sich die Schermcker auf einen besonderen Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit freuen: Der Bürgerverein des Dorfes lädt zu einem bunten Treiben auf den Hof des Dorphuses ein. Höhepunkt der Veranstaltung ist stets das Märchenspiel. Vor allem die Aufführung der Grimmschen Geschichten lockt inzwischen nicht nur Schermcker an. Längst hat sich diese schöne Tradition in den Nachbardörfern herumgesprochen. Kein Wunder also, dass zur 18. Aufführung wiederum viele Besucher gekommen waren.

Ehe sie jedoch auf den Bänken vor der Naturbühne erwartungsvoll Platz nahmen, ließen es sich die großen und kleinen Leute bei weihnachtlichen Genüssen so richtig gut gehen. Im großen Kessel brodelte auch in diesem Jahr reichlich Glühwein, den Frank Heise, Ernst-Wilhelm Kremkau und Gerald Pulver in bewährter Art und Weise nach einem Schermcker Geheimrezept "gebraut" hatten. Sigrun Predel und Sylvia Bornkamp backten Waffeln ohne Unterlass oder schenkten Kaffee und Kakao aus. Natürlich konnten sich die Gäste auch Schmorwürste schmeckten lassen.

Der Schermcker Bürgerverein kennt kein schlechtes Wetter, gespielt wurde bislang auch bei tiefsten Minusgraden. Am vergangenen Sonnabend war es, verglichen mit kalten Vorjahren, regelrecht mild und die Feuerkörbe wurden zum Aufwärmen kaum genutzt.

Mit der 18. Märchenaufführung hat sich ein reicher Fundus an Requisiten und Kostümen angesammelt. Doch mit jedem Jahr kommt etwas Neues hinzu. So baute Andreas Frommann 2014 einen Brunnen, in den sich der gefräßige Wolf stürzen konnte. Andreas Frommann unterstützte in diesem Jahr erstmals "Chef-Requisitenbauer" Heiner Jordan.

In jedem Fall kam das Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein wieder gut bei den Zuschauern an.

Die meckernde Bande um Geißenmutter Andrea Pulver spielte sich schnell in die Herzen der großen und kleinen Zuschauer, nachdem Märchenerzähler Peter Predel die Aufführung eröffnet hatte. Der Wolf (Karl-Heinz Wierig) ließ in seine Dialoge mit dem Krämer (Torsten Howe) oder dem Müller (Reinhard Pulver) Anekdoten aus dem Schermcker Dorfalltag einfließen und die Ziegen Hannelore Jordan, Kerstin Heise, Monika Haberland, Cornelia Wierig, Katrin Pulver, Marion Ott und Doreen Frommann ließen sich vom Wolf vorschriftsmäßig verschlingen.

Die Märchenaufführung endete auch in diesem Jahr mit einer schönen Tradition: Gemeinsam wurde ein Weihnachtslied gesungen. Diese spielten anschließend die Musiker der Original Schermcker Blaskapelle, während der Weihnachtsmann die Kleinen bescherte.

 

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