Knapp 1,7 Millionen Euro umfasst der Haushaltsplan 2015 der Gemeinde Ausleben. Die größte Investition ist der Anteil der Gemeinde, den sie für die Sanierung der L77 in Ottleben übernimmt. Hier ist sie beispielsweise für die Instandsetzung der Nebenanlagen zuständig.

Ausleben l Nach dem Stand der Dinge muss die Gemeinde Ausleben im nächsten Jahr nach Gröningen 49400 Euro mehr als in diesem Jahr überweisen. Denn im Haushaltsplan-Entwurf der Verbandsgemeinde ist eine Umlageerhöhung geplant. Mit dem Ergebnis, dass Ausleben im nächsten Jahr 61700 Euro für das zahlen muss, was die Verbandsgemeinde für Ausleben, beispielsweise beim Brandschutz oder bei der Kinderbetreuung erledigt. Und auch die Summe auf dem Scheck, den die Gemeinde nach Haldensleben schickt, fällt größer aus als im Vorjahr. Denn der Kreistag hatte die Kreisumlage bereits erhöht, so dass Ausleben für Leistungen, die der Landkreis 2015 für Ausleben erledigt, nunmehr 464000 Euro zahlen muss.

So dass der Gemeinde Ausleben von den knapp 1,9 Millionen Euro Steuer- oder Zuschuss-Einnahmen nicht mehr allzuviel für eigene Ausgaben zur Verfügung steht.

"Es ist uns aber trotzdem gelungen, einen ausgeglichenen Haushalt hinzubekommen", sagt Bürgermeister Dietmar Schmidt. Einen Haushalt, den der Gemeinderat jetzt mehrheitlich beschlossen hat und den nach Überzeugung von Dietmar Schmidt die Kommunalaufsicht auch genehmigen wird. "Der Haushalt ist ausgeglichen und wir haben keine Kredite geplant. So steht einer Genehmigung nichts im Wege", erklärt der Bürgermeister.

Die Mitglieder der CDU-Fraktion des Ausleber Gemeinderates hatten sich bei der Abstimmung über den Gemeinde-Haushalt der Stimme enthalten, weil unter anderem die Ausleber CDU-Vertreter im Verbandsgemeinderat die geplante Erhöhung der Verbandsgemeindeumlage verhindern wollen. Was zur Folge hätte, dass Ausleben für die eigenen Ausgaben mehr Geld als im Etat angenommen zur Verfügung stehen würde.

"Im Haushaltsplan sind wir aber erst einmal von dieser Erhöhung ausgegangen und haben uns deshalb auf eine Investition konzentriert", sagt der Bürgermeister. Diese Investition ist die Sanierung der Landesstraße77 vom Ortseingang aus Richtung Beckendorf bis zur L104. Dafür sind 33200 Euro eingeplant. Etwa 400 Meter Straße sollen dabei erneuert werden, die im Übrigen zu DDR-Zeiten nicht asphaltiert werden durften, da sie eine Panzermarschstraße der Nationalen Volksarmee (NVA) war, wie der Bürgermeister in Erinnerung ruft. Nun aber wird das alte Kopfsteinpflaster verschwinden und die Fahrbahn asphaltiert.

Da hier bereits vor zwei Jahren vom Trink- und Abwasserverband Börde (TAV) ein neuer Schmutzwasserkanal verlegt worden ist, wird der TAV im Zuge dieser Sanierung möglicherweise an ein paar Hausanschlüssen arbeiten, das Projekt aber ansonsten eine Gemeinschaftsarbeit der Gemeinde und des Landes werden.

Die 400 Meter Straßenneubau werden sich in drei Abschnitte unterteilen. Der erste Abschnitt beginnt an der tiefsten Stelle, also an der Kreuzung L104/L77, und geht bis zur Karl-Marx-Straße. Der zweite Abschnitt endet an der Nussstraße, der dritte am Ortsausgang in Richtung Beckendorf. Den Bauplänen ist außerdem zu entnehmen, dass elf Parktaschen entstehen und sechs Bäume neu gepflanzt werden. Die neuen Fußwege sollen ein gelbes Betonsteinpflaster bekommen, Grundstückszufahrten und Parkbuchten werden mit Natursteinpflaster versehen.

"Ich gehe davon aus, dass nach der in Regie des Landes vorgenommenen Ausschreibung im Februar eine Anwohnerversammlung stattfindet und je nach Länge des Winters im März/April mit den Bauarbeiten begonnen wird", sagt Dietmar Schmidt.

Und der Bürgermeister nennt im Volksstimme-Gespräch zudem die Projekte, die ursprünglich auch noch für 2015 vorgesehen waren, aber aufgrund der mit der Umlagen-Erhöhung verbundenen finanziellen Mehrbelastungen auf später verschoben werden mussten.

So sollten beispielsweise im Schmiedeberg in Richtung Beckendorf alle Pappeln gefällt und durch neue Bäume ersetzt und sollte für die gemeindeeigenen Wohnungen mehr als bisher ausgegeben werden. "Nun werden wir aber zum einen im Schmiedeberg nur die Pappeln ausästen, die gefährlich werden könnten. Und zum anderen werden wir wie in den zurückliegenden Jahren dabei bleiben, 20000 Euro für Arbeiten am gemeindeeigenen Wohnungsbestand auszugeben", sagt Dietmar Schmidt.

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