Weil sie seit Jahren als eine Art gute Seele im Dorf agiert, haben es ihre "hinterlistigen" Mitstreiter bei der diesjährigen Drackenstedter Weihnachtsfeier auf einen kleinen Überfall ankommen lassen. Brigitte Täfler wusste von nichts und musste zusehen, wie sie das sperrige Dankeschön für ihr Engagement nach Hause schafft.

Drackenstedt l "Ein Präsentkorb ist doch das Mindeste", waren sich Petra Mewes und Gert Ellermann einig. Sie hatten die Überraschung für Brigitte Täfler ausgeheckt und schritten kurz nach dem Auftritt des Kindergartens in der "Kleinen Schule" zur Tat. "Ein wenig Anerkennung für die vielen ehrenamtlichen Jahre", ließ Gemeinderatsmitglied Ellermann die anwesenden Senioren wissen, die ihrerseits nicht mit Beifall geizten. Die 64-jährige Geehrte war sichtlich perplex: "Ich mache das doch gern, solange es noch geht", übte sich Täfler in Bescheidenheit.

Sei es die alljährliche Weihnachtsfeier, die dem ganzen Dorf offensteht oder auch das muntere Treffen zum Frauentag, "Brigitte spannt sich immer vor den Karren - und das nun schon seit mehr als zehn Jahren", weiß Petra Mewes. "Sie schnürt für jedes Kind eine Überraschungstüte, manchmal spielt sie auch selbst den Weihnachtsmann."

Vor der Eingemeindung nach Eilsleben hatte Täfler diese Arbeit noch aus dem Drackenstedter Gemeinderat heraus mitbetreut, dem sie seit Ende der 90er angehörte. Und trotz der verlorenen Eigenständigkeit ist sie am Ball geblieben, nicht mehr als Gemeinderätin, doch als treue Seele insbesondere für die Senioren im Ort. "Es ist doch zum Wohle der Leute hier", sagt Täfler.

Man müsse ihr das ehrenamtliche Wirken hoch anrechnen, meint Gert Ellermann, "denn es ist nach der Eingemeindung ja nicht gerade leichter geworden, das merkt man an solchen Kleinigkeiten wie fehlenden Kaffeemaschinen, die von den Frauen in Eigenregie umschifft werden."

Den Senioren jedenfalls hat auch diese Feier wieder bestens gefallen - nicht zuletzt dank Brigitte Täflers Einsatz.

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