Zu einer etwas anderen Adventsveranstaltung hatte der Kirchbauförderverein Altenweddingen am Freitagabend in und vor die Kirche St. Martinus eingeladen. Unter dem Motto "Nur die Ruhe vor dem Fest" verlebten die Besucher entspannte Stunden.

Altenweddingen l Ob die Adventsveranstaltung "Nur die Ruhe vor dem Fest" angesichts der stürmischen Wetterlage überhaupt stattfindet, entschieden die Mitglieder des Kirchbaufördervereins Altenweddingen um ihren Vorsitzenden Reinhard Schwarzenau erst wenige Stunden vor dem geplanten Beginn um 17 Uhr. Um 15 Uhr trafen sie sich an der Kirche St. Martinus, berieten die Lage und sagten: die Veranstaltung findet in einer etwas abgespeckten Varinate statt.

"Doch bevor wir beginnen konnten, musste erst noch die defekte Glühlampe im Stern ausgetauscht werden", berichtete Schwarzenau. Dieser Stern hing hoch oben im Kirchturm und sollte den Weg zum Gotteshaus weisen. Als die Glühlampe von Männern des Kirchbaufördervereins ausgewechselt war und die neue leuchtete, konnte die Veranstaltung beginnen.

"Wir hatten einen guten Zuspruch", freute sich Schwarzenau über das Interesse. Bis 21 Uhr strömten etwa 70 Altenweddinger und weitere Besucher aus dem Sülzetal zur Kirche. Sie ließen sich fast 80 Schmorwürste und gut 30 Liter Glühwein schmecken. Vor der Kirche loderte das Feuer in Eisenkörben. Eberhard Weißkopf und Henning Rogge grillten gut geschützt vor dem Sturm in einem Anhänger Bratwürste. In der Kirche boten Margot Pieper und Jeannette Weißkopf den Besuchern Glühwein an. Diese ließen sich das heiße Getränk schmecken und lauschten der Musik, die der Altenweddinger Philipp Schulze auf seiner akustischen Gitarre improvisierte. Mit der Veranstaltung "Nur die Ruhe vor dem Fest" wollte der Kirchbauförderverein nach den Worten von Reinhard Schwarzenau den Gästen helfen, den "vorweihnachtlichen Stress abzubauen".

Der Kirchbauförderverein hat 20 Mitglieder. Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, die Kirche St. Martinus in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Das bislang größte Vorhaben des Vereins war es, als er vor vier Jahren den aus dem 13. Jahrhundert stammenden Taufstein restaurierte. Dieser Taufstein stand bis dahin vor der Kirche und verwitterte zusehends. Jetzt hat der Stein auf einem neuen Sockel seinen Platz im Eingangsbereich der Kirche gefunden. Im sogenannten LED-Dom wird der Raum, in dem der Taufstein steht, von einem wechselnden Farbenspiel beleuchtet.

Wie Reinhard Schwarzenau sagte, wolle der Kirchbauförderverein im kommenden Jahr zusammen mit dem zuständigen Pfarrer Raimund Müller-Busse ein Konzept zur weiteren Gestaltung der Kirche erarbeiten. Im Mittelpunkt soll dabei die Erneuerung der Seitenfenster stehen, was etwa 150 000 Euro kosten werde. Im Jahr 1982 waren zerstörte Fensterscheiben aus der Not an Material heraus durch Beton ersetzt wurden. Dadurch dringt wenig Licht in das Gotteshaus, was verändert werden. Ebenso ist geplant, im Inneren der Kirche den verbassten Farbanstrich zu erneuern.

Hell erstrahlen und mit vielen Besuchern füllen wird sich die Altenweddinger Kirche St. Martinus zu Heilig Abend. Dann findet in der Kirche um 18 Uhr ein Gottesdienst mit Krippenspiel statt.

   

Bilder