Zu einem nicht nur bei den eigenen Mitgliedern beliebten Wettkampf zählt seit vielen Jahren schon das Schweinepreisschießen der Schützengesellschaft Marienborn. Mit rund 80 Teilnehmern an den sechs Tagen war es auch diesmal wieder ein rege besuchter Wettbewerb zum Jahresausklang.

Marienborn l Kurz vor dem Weihnachtsfest können aktive Schützen, interessierte Einwohner und Gäste aus den umliegenden Gemeinden auf dem hauseigenen Luftdruckschießstand ihr Glück versuchen. Ziel ist es, die Wertungsschüsse möglichst nahe ins Zentrum der Scheibe zu setzen. Per elektronischer Auswertung wird der so genannte Teiler ermittelt. Je genauer der Schuss die "Zehn" trifft, desto kleiner der Teiler und umso größer die Aussicht auf eine deftige Gewinnfuhre. Die zwei besten Versuche zählen, und egal ob man ungeübter Anfänger oder erfahrener Schütze ist, eine gewisse Portion Glück spielt immer mit hinein.

Das zielsicherste Glückshändchen hatte bei der jüngsten Auflage nun Burkhard Smikowski vom Schützenverein Eilsleben. Er sollte an seinem Preis schwer zu schleppen haben, denn freilich geht es beim Schweinepreisschießen nicht primär um Pokale und Urkunden. Nein, stattdessen musste Smikowski zusehen, wie er die sperrige Kiste voll Schlachteware irgendwie unterbekommt. "Meine Güte, ein halbes Schwein", konstatierte der überraschte Sieger, "mit solch einer Menge Fleisch und Wurst hatte ich nicht gerechnet. Das Verarbeiten und Unterbringen wird mich wohl noch einige Zeit beschäftigen."

Zur abschließenden Verkündung der Tages- und Gesamtbesten war das Schützenhaus in Marienborn wieder voll besetzt. Man hatte zum gemeinschaftlichen Abendbrot geladen, die Vereinsfrauen tischten mit allem drum und dran deftig auf. An Burkhard Wiezer war es dann, die Gewinne zu verteilen. Leer ging niemand aus, ein Stück vom Schwein fiel für jeden Teilnehmer ab. Die sechs Tagessieger freuten sich über T-Shirts und edle Spirituosen, und am Ende stand die spannende Frage, welche drei Schießfreunde sich denn mit den schweren Fleischkisten "plagen" dürften. Hinter Burkhard Smikowski reihten sich Ronald Gutsch auf dem zweiten und Henning Strecker auf dem dritten Rang ein. "Immerhin ist es draußen kalt genug", wurde gewitzelt. So konnten die Preise in die Autos verfrachtet werden, während drinnen die gesellige Abschlussfete angeheizt wurde.

Vereinsvorsitzende Bettina Schuster äußerte sich höchst zufrieden über die Resonanz auf das Marienborner Weihnachtspreisschießen: "Erneut fast 80 Teilnehmer, die viel Spaß und Freude am sportlichen Wettkampf mit dem Druckluftgewehr hatten - vielen Dank an euch alle." Das nährte auch die offenkundig von vielen vorgetragene Hoffnung auf Wiederholung.