Betriebsräte von Unternehmen, die im Gewerbegebiet Osterweddingen angesiedelt sind, wollen die Radwegeanbindung in Richtung Magdeburg verbessern. Viele der Beschäftigten fahren mit Rädern von der Landeshauptstadt in die Einheitsgemeinde Sülzetal zur Arbeit.

Osterweddingen l Mit der Anbindung des Gewerbegebietes Osterweddingen an das überörtliche Radwegenetz gibt es aus Sicht von Betriebsräten Probleme. Wie Ulrich Biermann, Betriebsrat bei f-Glas in Osterweddingen, berichtet, haben sich Kollegen von vielen Unternehmen zu einer Beratung getroffen, um das Problem zu besprechen. "Es fehlen zwischen ein bis zwei Kilometer Radwege", nennt Biermann den Knackpunkt. Viele der Kollegen würden mit ihren Rädern zur Arbeit ins Sülzetal fahren und den Zustand des Wege- netzes bemängeln.

Besonders die Anbindung an das Radwegenetz aus Richtung Magdeburg sei unzulänglich. So sei es nach den Worten von Betriebsrat Biermann "total gefährlich, mit dem Rad über die Brücke zu fahren, die über die Autobahn 14 führt". Ebenso unzureichend sei das Radwegenetz aus Richtung Bundesstraße 71 in Richtung des Osterweddinger Gewerbegebietes. Nach Meinung der Betriebsräte seien das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Magdeburg in der Pflicht, das Gewerbegebiet Osterweddingen besser an das überörtliche Radwegenetz anzubinden.

Wie Peter Mennicke, Pressereferent im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, auf eine Volksstimme-Nachfrage antwortet, liege die Verantwortung für möglicherweise in diesem Bereich zu bauender Radwege in kommunaler Baulast. "Hier müssten sich die Stadt Magdeburg und der Landkreis Börde miteinander abstimmen", sagt Mennicke. Die Landesstraßenbaubehörde (LSBB) sei in Vertretung des Bundes beziehungsweise des Landes Sachsen-Anhalt nur für Planung und Bau von straßengleitenden Radwegen an Bundes- und Landesstraße zuständig, an Kreisstraßen der Landkreis und an Gemeindestraßen die Gemeinde.

 

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