In Kroppenstedt und in Gröningen finden am 1. Februar Bürgermeisterwahlen statt. Bisher liegen in der Verwaltung für Gröningen zwei Bewerbungen vor und für Kroppenstedt eine. Am nächsten Montag läuft um 18 Uhr die Bewerbungsfrist ab.

WestlicheBörde l Das Interesse, in den Städten Gröningen und Kroppenstedt Bürgermeister zu werden, hält sich in Grenzen. Zumindest bisher. Doch da die Wahlen bereits am 1. Februar stattfinden werden, bleibt nicht mehr so sehr viel Zeit, sich für diese beiden Posten zu bewerben. Ganz genau müssen die vollständigen Bewerbungsunterlagen bis Montag, 12. Januar, um 18 Uhr im Verwaltungsamt der Westlichen Börde vorliegen. Danach ist alles zu spät.

Bisher sind im Verwaltungsamt drei Bewerbungen abgegeben worden. Und zwar von Ernst Brunner (66, SPD) und Falk Öhlie (63, parteilos), die in Gröningen Bürgermeister werden möchten. Zudem hat Joachim Willamowski (66, parteilos) seine Bewerbung abgegeben. Der Amtsinhaber in Kroppenstedt möchte seine Arbeit fortsetzen.

Ernst Brunner ist vom Gröninger Ortsverein der Sozialdemokraten zum Kandidaten gekürt worden und wird auch von der SPD getragen. Falk Öhlie und Joachim Willamowski treten hingegen parteiunabhängig an. Wobei nur Öhlie seiner Bewerbung Unterstützungsunterschriften beifügen musste. Parteilose Amtsinhaber, wie Willamowski einer ist, brauchen das nicht.

Während in Kroppenstedt bisher für Willamowski kein Gegenkandidat in Sicht ist, wird es in Gröningen also mit Falk Öhlie und Ernst Brunner mindestens zwei Kandidaten für den Stuhl des Bürgermeisters geben. Und das sind zwei erfahrene Kommunalpolitiker. Während Brunner bereits mehr als zehn Jahre für die SPD im Gröninger Stadtrat sitzt, ist Öhlie sowohl 2009 als auch im vergangenen Jahr als parteiloser Einzelkandidat in den Gröninger Stadtrat gewählt worden, in dem er jetzt in der "Unabhängigen Fraktion" mitarbeitet.

Auch wenn es bis zum Bewerbungsschluss noch ein paar Tage sind, scheint es bei diesen beiden Gröningen-Kandidaten zu bleiben. Denn nach Informationen von Verbandsgemeindebürgermeisterin Ines Becker sind keine weiteren Bewerbungsformulare abgerufen worden. So dass dann bei nur zwei Kandidaten am 1. Februar beim ersten Wahlgang auf jeden Fall eine Entscheidung fallen würde.

Die ja nach dem Stand der Dinge auch in Kroppenstedt bereits am 1. Februar fallen wird. Denn auch für Kroppenstedt sind bis gestern keine weiteren Bewerbungsformulare in der Verwaltung abgerufen worden. So dass es möglicherweise bei dem einen Kandidaten Joachim Willamowski bleiben wird. Der frühere CDU-Mann und heutige parteilose Willamowski hatte frühzeitig seine erneute Kandidatur angekündigt und seine Bewerbungsunterlagen gestern eingereicht. Joachim Willamowski ist seit 1994 Kroppenstedts Bürgermeister.

Drei weitere Informationen zu den Bürgermeisterwahlen Gröningen und Kroppenstedt:

Erstens: Beide Wahlen sind turnusmäßig, weil die Amtszeiten der bisherigen Amtsinhaber am 30. Juni ausgelaufen wären. Wobei Gröningens bisherige Bürgermeisterin Renate Hillebrandt zudem Ende September gestorben ist.

Zweitens: Gerüchte, nach denen die Harbker CDU-Landtagsabgeordnete und in Kloster Gröningen aufgewachsenene Gabriele Brakebusch für das Gröninger Bürgermeisteramt kandidieren will sind falsch. "Ich habe zu keiner Zeit eine Kandidatur in Erwägung gezogen", so Gabriele Brakebusch gegenüber Volksstimme.

Drittens: In Kroppenstedt sind 1196 Wahlbereichtige aufgerufen, sich am 1. Februar an der Abstimmung zu beteiligen. In Gröningen sind es 3073 Wahlberechtigte.

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