Sommersdorf l Es war Dreikönigstag, aber derer vier gingen freilich in jeder Spielrunde durch die Hände, keine heiligen, im Wert nur Mittelmaß und doch nützlich und notwendig - manchmal sogar Zünglein an der Waage - für einen astreinen Skat. "In einer ganzen Reihe von Veranstaltungen, Versammlungen und Jubiläen, die von unserer Kreis-AG 60 plus übers Jahr begleitet werden, ist das Skatturnier am Dreikönigstag immer der gemütliche Teil zum Jahresanfang", begrüßte AG-Vorsitzender Eckehart Beichler die Freunde des gepflegten Kartenklassikers abermals im Sommersdorfer Dorfgemeinschaftshaus. Er selber stieg auch noch mit ein: "Eigentlich wollte ich nicht mitspielen, aber ich war der 30. Mann, und so ging es mit zehn Spieltischen genau auf."

Als Co-Gastgeber hielt sich Beichler auch vornehm zurück, landete am Ende im hinteren Feld und freute sich von Herzen über die "wieder große Beteiligung auch über die Kreisgrenzen hinweg" und über die "fröhliche Runde", die sich hier alljährlich heiteren Gemüts dem Reizen, Stechen und Trumpfen hingibt. Während der nun schon sechsten Auflage des Dreikönigsskats der Seniorenvertretung der SPD konnte auch Turnierleiter Otto Herms-Knake feststellen: "Das ist eine eingespielte Sache."

Zum Tageskönig nach gut vier Stunden mit zwei mal 24 Spielrunden wurde der Hötensleber Skatfuchs Helmut Hoffmeister gekrönt. Bei satten 250 Punkten Vorsprung vermochte ihm keiner die gefrorene Ente als Hauptpreis streitig zu machen. Am nächsten dran war Ulrich Koch aus Warsleben, der auch die Marke von 2000 Zählern knackte. Aber keiner ging leer aus, Fleischpreise oder zumindest eine Pralinenschachtel für die geduldige Frau daheim nahm jeder mit. "Bis zum nächsten Mal", war dann auch einhelliger Tenor beim Abschied, weshalb Eckehart Beichler anmerkt: "Eine wirklich schöne Geschichte, die unser leider verstorbener Kamerad August Flügge hier einst begonnen hat."

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