Die Blumenberger Karnevalisten stecken immer noch voller Ideen. Das beweisen sie auch in ihrer diesjährigen Session, bei der sie mit ihrem 25.Programm das Publikum in Stimmung bringen.

Blumenberg l "Wir feiern Silberhochzeit", verkündete am Sonnabend ein gut gelaunter Daniel Axmann, der gekonnt wie schon seit Jahren durch das 25. Blumenberger Karnevalsprogramm führte. Närrisch wurde es in Blumenberg zwar schon vor 1990, aber da einige Jahre eine kulturelle Schaffenspause vorherrschte, wurde nun die 25. Session im "Krug" eingeläutet.

Und eines steht fest: Die Narren des Blumenberger Kultur- und Karnevalsvereins (BKK) sind mit den Jahren nicht ruhiger und auch nicht minder kreativ geworden. Auch das neue Programm bietet mit einer Mischung aus Sketchen, Tanz, Gesang und Büttenreden jede Menge Abwechslung. Die Lachmuskeln werden dabei selbstverständlich nicht geschont.

Wie sie das Publikum zum Lachen und zum Toben bringen, wissen vor allem die "alten Hasen", in deren Adern das Karnevalsblut fließt. Und davon gibt es in Blumenberg eine ganze Reihe. Ganz vorn in dieser Reihe steht Monika Berg, die von Anfang an dabei ist und in dieser Session zum 25. Mal für Stimmung sorgt. Sie ist eine von den musikalischen "Blumenberger Lerchen".

Nicht viel weniger Bühnenerfahrung haben dank des Blumenberger Karnevals beispielsweise auch Bärbel Braune, Dieter Richter und Werner Bierwirth gesammelt. Auch Gerold Reipsch ist mit seinen tollen Ideen aus dem Blumenberger Karneval, wie Moderator Daniel Axmann sagt, nicht mehr wegzudenken. Ebenso wie die "Blumenberger Lerchen" mit ihrem Gesang und der beliebten Schunkelrunde.

Doch der Nachwuchs steht in den Startlöchern. Allen voran Daniel Axmanns Tochter Emma, die am Sonnabend erstmals auf der Bühne stand. Da Moderatorin Susanne Busch vor kurzer Zeit Mutter von Zwillingen geworden ist, gönnt sie sich in dieser Karnevalssession eine Auszeit. Nicht ohne zu ahnen, dass die zehnjährige Emma ihre Sache als ihre Vertretung gut machen würde. Redegewandt und naseweis gibt sie sich die Kleine, so dass selbst ihrem "Papa" hin und wieder die Argumente ausgehen. Und Lampenfieber? Das scheint es bei Emma Axmann wohl nicht zu geben.

In der Rubrik Nachwuchs dürfen auch die flotten "Sweet Devils" (übersetzt: die süßen Teufel) sowie die "Crazy Jumper" (übersetzt: verrückte Springer) nicht fehlen. Unter der Leitung von Anna Hahn haben sie auch diesmal wieder sehr energiegeladene Choreografien einstudiert, mit denen sie das Blumenberger Karnevalsprogramm bereichern. "Ein Fest für die Augen", nennt es Daniel Axmann in seiner Anmoderation.

Einer, der bei den "Crazy Jumper" eine gute Figur macht, ist Felix Finke, auch wenn er nach dem Alter seinen Mitstreitern um einiges voraus ist. Mittlerweile ist er wie Maria Braune, Tochter von Karnevals-Urgestein Bärbel Braune, zum wandelbaren Akteur auf der Karnevalsbühne herangereift. Beide sind in diesem Jahr gleich mehrfach im Programm zu erleben.

Alles in allem verstehen es die Blumenberger Narren auch in diesem Jahr an Bewährtes anzuknüpfen, das das Publikum zu schätzen weiß. Natürlich darf aber auch die Würze mit Neuem und Überraschendem nicht fehlen.

Und das hat sich in den Vorjahren selbst bis in die Region um Münster herumgesprochen. Hierhin verbinden die Blumenberger Kontakte mit der Amelsbürener Karnevals-Gesellschaft. Die Kontakte hat einst der Hohendodeleber Hubert Friepörtner hergestellt und seitdem hat es zahlreiche Besuche von Narren hüben und drüben gegeben. Und so war auch eine Amelsbürener Abordnung bei den Auftaktfeierlichkeiten der "Silberhochzeit" in Blumenberg zugegen. Einige Orden, die der Sprecher der Senatoren, Karl-Werner Kroke, verteilte, werden noch lange daran erinnern.

Die "Silberhochzeit" in Blumenberg geht noch einige Wochen weiter. So folgt am nächsten Sonnabend die zweite Veranstaltung sowie am 14.und am 21. Februar der dritte und der vierte Streich. Restkarten für die Veranstaltungen können bei Heidrun Richter im "Blumenberger Krug" unter der Telefonnummer 039209/2209 geordert werden. Die Narren jedenfalls würden sich freuen, wenn auch bei den nächsten drei Veranstaltungen der Saal so voll ist wie bei ihrem ersten Auftritt dieser Session.

 

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