Nachdem das Bauordnungsamt das neue Kroppenstedter Feuerwehrgerätehaus besichtigt und nur wenige offene Punkte festgestellt hat, steht dem Einzug nichts mehr im Wege. Die Wehr wird sich am 13. Februar in ihrem neuen Domizil zur Jahresversammlung treffen und einen Tag später gemeinsam mit der Bevölkerung feierlich umziehen.

Kroppenstedt l Die Bauarbeiten am und im neuen Kroppenstedter Feuerwehrgerätehaus sind so gut wie beendet, wie Verbandsgemeindebürgermeisterin Ines Becker auf Anfrage sagt. Das größte Problem, das zum Ende der Arbeiten aufgetreten ist, sei gelöst. Die letzten drei Räume haben ihren Fußboden.

Hier hatte es große Schwierigkeiten mit der Feuchtigkeit gegeben. Weshalb besagter Fußboden lange Zeit nicht verlegt werden konnte und das ganze Projekt nicht wie geplant Ende Oktober vergangenen Jahres, sondern nun knapp drei Monate später als geplant fertig geworden ist.

"Inzwischen hat sich nicht nur die Feuerwehr-Unfallkasse im neuen Gerätehaus umgesehen und grünes Licht gegeben, sondern es war auch das Bauordnungsamt hier", so Ines Becker: "Dabei sind kleine Mängel und wenige offene Punkte festgestellt worden, die erledigt wurden oder demnächst werden", sagt die Verbandsgemeindebürgermeisterin, die während des Besuchs des Bauordnungsamtes mehrere Vertreter des Verbandsgemeinderates, vor allem Mitglieder des Bau- und Brandschutzausschusses an ihrer Seite hatte.

Einige Restarbeiten und etliche Schilder

Nach dem Willen des Bauordnungsamtes mussten nun noch einige Restarbeiten an den Türen erledigt und sollen vor allem noch etliche Schilder im neuen Gerätehaus und an den Außenanlagen angebracht werden. So sollen beispielsweise in der Fahrzeughalle Tafeln auf ein Rauchverbot und auf ein Verbot des Umgangs mit Feuer sowie offenem Licht hinweisen. Außen sollen Hinweisschilder "Feuerwehrzufahrt" die An- und Abfahrtswege kennzeichnen sowie die Stellplätze markiert und mit einer Parkplatzordnung versehen werden.

Mit Hilfe dieser Hinweisschilder sollte auch die Firma, die am 29. Januar die Gerätehaus-Küche liefern und einbauen will, den Weg und den Parkplatz problemlos finden.

Einen Weg, den die Kroppenstedter Feuerwehrleute inzwischen schon in- und auswendig kennen. Denn die haben bereits zwischen Weihnachten und Neujahr damit bekommen, ihr Hab und Gut vom bisherigen Gerätehaus in der Stadtmitte in das neue Domizil an der alten Bundesstraße 81 zu bringen. Was sie in den nächsten Tagen fortsetzen werden.

Mit dem Ziel, am 13. Februar so gut wie die gesamte Einrichtung im neuen Standort zu haben. Denn an diesem Tag werden sich die Kroppenstedter Feuerwehrleute an ihrem neuen Standort um 19 Uhr zur Jahresversammlung treffen, um dann einen Tag später die Fahrzeuge zu überführen und damit ihren Sitz ganz offiziell in das neue Gerätehaus zu verlegen. Zu diesem feierlichen Umzug am 14. Februar sind alle kleinen und großen Kroppenstedter von der Wehr eingeladen. Abmarsch und Abfahrt ist um 16 Uhr am alten Feuerwehrgerätehaus in der Stadtmitte. Vor dort geht es in Begleitung einer Musikkapelle zum neuen Domizil.

22. April 2014 ist mit dem Bau begonnen worden

Am 22. April vergangenen Jahres war mit dem Bau dieses Feuerwehrgerätehauses begonnen worden. Damals hatte Verbandsgemeindebürgermeisterin Ines Becker als Bauherrin gemeinsam mit Kroppenstedts Bürgermeister Joachim Willamowski, Gemeindewehrleiter Christian Marquardt und Steffen Mund als Vertreter der Kroppenstedter Wehr für die ersten Spatenstiche gesorgt. Am 15. Juli wurde Richtfest gefeiert.

Dabei hatte Ines Becker auch jeweils an die Vorgeschichte dieses Baus erinnert. Beispielsweise daran, dass zunächst versucht worden war, das bisherige Gerätehaus zu sanieren. Was sich aber als unmöglich erwiesen habe. "Ein Neubau war die einzige Alternative", wie Ines Becker betonte.

Und dieser Neubau ist nun auf einem Teil den Kroppenstedter Festplatzes entstanden, von dem die Stadt Kroppenstedt der Verbandsgemeinde etwa 1500 Quadratmeter kostenlos überlassen hat. Das ganze Projekt hat etwa 670000 Euro gekostet, die allesamt aus dem Säckel der Verbandsgemeinde genommen werden mussten, weil es keine Fördermittel vom Land gab.