Bei der Kroppenstedter Bürgermeisterwahl am bevorstehenden Sonntag kandidiert nur der Amtsinhaber Joachim Willamowski. Für seine vierte Amtsperiode hat sich der 66-Jährige eine Menge vorgenommen.

Kroppenstedt l Da Joachim Willamowski nur eine einzige Stimme braucht, um wiedergewählt zu werden, steht schon heute so gut wie fest, dass der 66-Jährige für weitere sieben Jahre Bürgermeister der Stadt Kroppenstedt sein wird. Und dennoch wirbt Willamowski um jede Stimme. Sprich, er ruft alle wahlberechtigten Kroppenstedter auf, sich am Sonntag an der Wahl zu beteiligen.

"Für mich ist wichtig zu wissen, ob die Kroppenstedter hinter meiner Politik sowie hinter meinen Entscheidungen stehen und meine Arbeit akzeptieren", sagt Willamowski: "Um es auf Neudeutsch zu sagen, wünsche ich mir durch diese Wahl auch ein Feedback zu meiner bisherigen Arbeit. Wobei ich natürlich weiß, dass ich auch mit der einen oder anderen Entscheidung Leuten auf die Füße trete. Es ist eben nicht möglich, es immer allen recht zu machen."

Dieses Feedback wünscht sich der alte und wohl auch neue Kroppenstedter Bürgermeister nicht zuletzt, weil er sich für die nächsten sieben Jahre einiges vorgenommen hat. Um das umzusetzen, würde ihm jede Stimme eine zusätzliche Motivation geben, wie Willamowski sagt.

"Mein Ziel Nummer eins ist es, unsere Grundschule nicht zu verlieren", so der Bürgermeister, der seit wenigen Tagen auch der Vorsitzende des Schulfördervereins ist und alles daran setzen wolle, dass Kroppenstedt ein Grundschulstandort bleibt. "Ich möchte alles versuchen, mit den Entscheidungsträgern der Verbandsgemeinde einen Konsens zu finden", sagt Willamowski. Sollte das nicht gelingen, würde der Bürgermeister nach anderen Wegen suchen, um eine Grundschule in der Stadt zu haben, beispielsweise in Zusammenarbeit mit einem freien Träger.

Weiterhin wolle Joachim Willamowski wie auch schon in den zurückliegenden Jahren die Gewerbetreibenden der Stadt unterstützen, die nicht zuletzt durch die Gewerbesteuern eine wichtige Einnahmequelle für die Stadt seien. "Dabei geht es nicht mehr wie in früheren Jahren in erster Linie um Neuansiedlungen, sondern darum, dass sich die bestehenden Unternehmen weiter entwickeln können", so der Bürgermeister. Damit würde auch sein dritter Schwerpunkt, nämlich der weitere Ausbau der Infrastruktur, also vor allem die weitere Sanierung von Straßen und damit auch die weitere Umstellung der Straßebeleuchtung auf LED-Technik oder auch der Bau eines Radweges zwischen Kroppenstedt und Hadmersleben zusammenhängen. "In diesem Jahr stehen beispielsweise bereits der zweite Teil des Hakeborner Weges sowie die Kurze Straße auf dem Plan. Dann muss noch die Straße Am Bahnhof saniert werden und wir sind innerhalb der Stadt so gut wie durch", wie Willamowski sagt. Der aber auch in Zukunft unter anderem etwas beim Ländlichen Wegebau erreichen, weitere Baum- und Strauchpflanzungen in und um Kroppenstedt realisieren, den Unterhaltungsverband Großer Graben bei dessen Pflege der Gräben kontrollieren oder auch - um weitere Kosten für die Bürger zu vermeinen - darauf Einfluss nehmen möchte, dass die Verbandsgemeinde die Regenwasserentsorgung nicht in die Hände eines Zweckverbandes legt. "Das würde nämlich mit weiteren Kosten für die Bürger verbunden sein, was ich verhindern möchte."

All diese Vorhaben möchte Joachim Willamowski in enger Zusammenarbeit mit dem Kroppenstedter Stadtrat umsetzen. "Was in Kroppenstedt passiert, sollte vom Stadtrat getragen werden", sagt der Bürgermeister.

Der zudem auf eine bessere Zusammenarbeit mit und innerhalb der Verbandsgemeinde setzt. "Wir haben in der Vergangenheit viele kontroverse Diskussionen geführt. Aber es bringst ja nichts, aufeinander loszugehen." Wobei Willamowski hier sowohl die Zusammenarbeit mit der Verwaltung als auch die Zusammenarbeit der vier Mitgliedskommunen meinen würde.

 

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