Der aktuelle Zustand der Kreisstraße 1263 zwischen den Orten Altenweddingen und Schwaneberg ist Thema eines Treffens zwischen Vertretern der Gemeinde Sülzetal und des Landkreises Börde gewesen.

Sülzetal l Im Nachgang zu dem tragischen tödlichen Unfall am 17. Januar auf der genannten Kreisstraße sei eine nähere Betrachtung des Fahrzeug- und Personenverkehrs auf dieser Straße und der Beschaffenheit der Straße selbst angebracht, lautete die Reaktion von Amtsträgern und Bürgern des Sülzetals. Gemeindebürgermeister Jörg Methner (SPD) hatte zum Gespräch eingeladen und empfing in Osterweddingen die Leiterin des Eigenbetriebes Straßenbau und -unterhaltung, Annelen Miehe.

Die Einwohner von Schwaneberg und Altenweddingen benutzen ausschließlich die Kreisstraße 1263 als direkte Verbindungsstraße zwischen den beiden Orten. Viele sind dort mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs. Da die K1263 von den beiden Orten auch zur Bundesstraße 81 führt, wird sie vom Pkw- und Schwerlast-Verkehr aus dem Sülzetal entsprechend frequentiert. Darüber hinaus befahren die Landwirte die Kreisstraße auf dem Weg von und zu den umliegenden Ackerflächen und sind teilweise mit sehr breiten Bearbeitungsgeräten unterwegs. Da es keinen Rad- oder Fußweg gibt und die Seitenstreifen in keinem optimalen Zustand sind, müssen auch die Fußgänger die Fahrbahn benutzen. Besonders problematisch ist für Fußgänger das Passieren der Brücke über die Bundesstraße B 81. Aufgrund der sehr soliden, hüfthohen und recht breiten Leitplankenkonstruktion im Brückenbereich ist das Verlassen der Straße praktisch unmöglich, Fußgänger sind gezwungen, auch bei Fahrzeugverkehr auf der Straße zu bleiben.

Gemeinde und Landkreis suchen nach Lösungen

Jörg Methner sieht sich in der Pflicht, das Thema einer sicheren Verbindung zwischen den Orten Altenweddingen und Schwaneberg auch für Fußgänger und Fahrradfahrer in den Fokus zu stellen. "Wir suchen nach Möglichkeiten, wie der Zustand der Straße verändert werden kann, um Fußgängern und Radfahrern mehr Sicherheit zu bieten."

Gleicher Ansicht sind auch die Ortsbürgermeister von Schwanebeck und Altenweddingen, Axel Spengler und Friedrich Rabe. "Ich habe bereits 2003 auf mögliche Risiken beim Benutzen der Straße hingewiesen, wenn sich unsere Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Weg zum Schwimmbad oder zur Schule begeben", sagte Axel Spengler.

Friedrich Rabe machte auf zunehmenden Autoverkehr aufmerksam. "Die Kreisstraße ist die einzige Verbindung zwischen unseren Orten. Ich bin der Auffassung, dass hier eine Erweiterung um einen Fußweg erforderlich ist. Eine Überquerung der Brücke zwingt Fußgänger nahezu in den fließenden Verkehr. Die Fahrbahn ist in die Jahre gekommen und eine Erneuerung nötig."

Die Kreisstraße 1263 fällt in den Zuständigkeitsbereich des Landkreises, sie ist Teil des rund 600 Kilometer langen Kreisstraßennetzes in der Börde. "Wir haben den Zustand der Straße vor Ort überprüft. Landkreis und Gemeinde werden gemeinsam nach Lösungen suchen, die praktikabel sind", sagte Annelen Miehe.

Solange kann nur an alle Verkehrsteilnehmer appelliert werden, gegenseitig Rücksicht zu nehmen und das Gebot "Links gehen, der Gefahr ins Auge sehen" zu beachten.

 

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