In diesen Tagen ändert sich die Verkehrsregelung in einem Teil der Gröninger Goethepromenade. Und zwar wird im Bereich der Grundschule aus dem bisherigen eingeschränkten nun ein absolutes Halteverbot. Ordnungsamt und Polizei kündigen verstärkte Kontrollen an.

Gröningen l Etliche der 109 Mädchen und Jungen der Gröninger Friedrich-Hoffmann-Grundschule kommen mit dem Bus zum Unterricht. Und zwar die aus Dalldorf, Krottorf und aus den anderen Gröninger Ortsteilen. Doch genau dann, wenn der Busfahrer frühmorgens oder auch nach Schulschluss angefahren kommt und die Kinder an der Haltestelle unmittelbar vor der Schule aus- oder einsteigen lassen möchte, ist dort oft kein rankommen. Denn dort stehen dann mitunter Eltern mit ihren Pkw, die ihre Mädchen und Jungen persönlich bringen oder abholen.

"Zum einen ist das verboten, denn 15 Meter vor und 15 Meter hinter einer Bushaltestelle darf nicht gehalten werden", wie Kerstin Mroncz sagt. Vor allem aber, so die Leiterin des Ordnungsamtes der Verbandsgemeinde Westliche Börde weiter, würden dadurch für die Kinder "sehr gefährliche" Situationen entstehen.

Und deshalb habe das Ordnungsamt die Eltern über die Schulleitung bereits mehrmals darauf hingewiesen, dass sie dort mit ihren Fahrzeugen nicht halten dürfen. "Das ging dann immer ein paar Tage gut, aber wenig später war wieder alles beim Alten", so Kerstin Mroncz. Weshalb der Gröninger Stadtrat schließlich entschieden habe, bei den zuständigen Stellen zu beantragen, dass das eingeschränkte Halteverbot, das in der Goethepromenade ohnehin über eine längere Strecke besteht, in ein absolutes Halteverbot umzuwandeln.

Diese Entscheidung ist nun vom Straßenverkehrsamt des Landkreises auch so getroffen und die Straßenmeisterei beauftragt worden, die Schilder an dieser Landesstraße entsprechend auszutauschen. "Das wird in diesen Tagen passieren", wie Kerstin Mroncz ankündigt. Und die Ordnungsamtsleiterin kündigt zudem an, dass ihre Behörde gemeinsam mit der Polizei verstärkt kontrollieren werde, ob dieses absolute Halteverbot auch eingehalten wird.

"Wer sein Kind mit dem Auto zur Schule bringen möchte, der hat die Möglichkeit, sein Fahrzeug vor dem NP-Markt oder im Bereich des Zuckerparks abzustellen und dann die letzten Meter zu Fuß zu gehen", sagt Kerstin Mroncz.

Genauso sieht es auch Grundschulleiterin Karola Rozanski. Die zwar beim Volksstimme-Anruf etwas überrascht ist, weil sie über die besagte Halteverbots-Entscheidung und deren Umsetzung bisher nicht informiert worden sei, aber hinter dieser Entscheidung steht. "Das Problem, dass Eltern mit ihren Autos die Bushaltestelle blockieren, ist in der Gesamtkonferenz der Schule und auch in Elternversammlungen angesprochen worden. Aber scheinbar ohne Erfolg", sagt die Schulleiterin, die nach einer kurzen Absprache mit ihren Kolleginnen sagt: "Wir begrüßen die Entscheidung des Stadtrates und des Straßenverkehrsamtes."

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