Joachim Willamowski ist in seinem Amt als Bürgermeister der Stadt Kroppenstedt bestätigt. Das war keine Überraschung. Spannender ging es Gröningen zwischen den beiden Kandidaten Ernst Brunner und Falk Öhli zu. Ernst Brunner ging als eindeutiger Wahlsieger hervor.

Gröningen/Kroppenstedt l In Kroppenstedt stand mit nur einem Kandidaten im Grunde genommen der Wahlsieger noch vor dem Schließen des Wahllokals fest. Doch der parteilose Amtsinhaber Joachim Willamowski, der auch nach 21 Jahren als Bürgermeister und 25 Jahren in der Kommunalpolitik noch immer nicht amtsmüde ist, hätte sich für seine Wiederwahl eine höhere Wahlbeteiligung gewünscht. "Mein Wunschergebnis hätte bei 30 Prozent gelegen. Es wäre für mich eine Bestätigung dessen gewesen, dass das, was ich bisher für Kroppenstedt geleistet habe, nicht ganz so schlecht gewesen sein kann", meinte Willamowski doch etwas enttäuscht am Sonntagabend im Wahllokal. Nun, mit 27,9 Prozent hat der 66-Jährige sein Wunschergebnis in Sachen Wahlbeteiligung knapp verfehlt. Von 1223 wahlberechtigten Bürgern hatten in Kroppenstedt 342 Männer und Frauen ihre Stimme abgegeben. Und kaum waren diese ausgezählt, machte sich der "neue" Kroppenstedter Bürgermeister auf ins Gröninger Rathaus. Er wolle gleich mit seinem neuen Amtsbruder Kontakt aufnehmen. Mit seinem Tipp, der neue Gröninger Bürgermeister könnte Ernst Brunner heißen, lag er richtig.

Um das Amt des Gröninger Bürgermeisters hatte sich mit dem 66-jährigen Ernst Brunner von der SPD auch der parteilose Falk Öhli (63) aus Krottorf beworben. Am Ende des Tages fiel das Ergebnis eindeutig aus: Ernst Brunner erhielt 864 Stimmen, für Falk Öhli stimmten 328 Menschen in Gröningen und in den Ortsteilen Kloster Gröningen, Dalldorf, Großalsleben und Krottorf. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei 38,76 Prozent. Schlussendlich gratulierte Öhli seinem "Rivalen" herzlich zum Wahlsieg. "Enttäuscht, nein das bin ich nicht", sagte der Krottorfer.

Verbandsgemeindebürgermeisterin Ines Becker (parteilos) hatte den Blumenstrauß für den Wahlsieger seit Freitag gut im Gröninger Rathaus aufbewahrt und wünschte dem neuen Bürgermeister ein gutes Händchen für die Bürger, für den Haushalt, für die Verwaltung und für den Stadtrat.

Vera Jander, seit Juni führte sie als stellvertretende Bürgermeisterin nach der Erkrankung und schließlich dem Tod der ehemaligen Bürgermeisterin Renate Hillebrandt die Amtsgeschäfte, hatte für den neuen Bürgermeister einen Staffelstab gebastelt. Diesen gab sie am Sonntag an Ernst Brunner weiter, wünschte ihm in seinem neuen Amt ein gutes Gelingen. "Jetzt müssen wir erst einmal den Haushalt der Verbandsgemeinde auf den Weg bringen. So lange dieser nicht beschlossen ist, kommen wir nicht weiter", so die ersten Worte des neuen Bürgermeisters, der voraussichtlich am 23. Februar offiziell ernannt wird.

Ines Becker nutzte den Sonntagabend auch, um sich bei den zahlreichen Wahlhelfern und Wahlvorständen zu bedanken, die in insgesamt sechs Wahllokalen an diesem Wahlsonntag tätig waren.

 

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