Oschersleben l Allen Badelustigen musste in den vergangenen zwei Tagen eine Zwangspause verordnet werden, weil die Oschersleber Schwimmhalle geschlossen blieb. Dafür gab es einen wichtigen Grund: Der Brennerkopf der Heizungsanlage musste erneuert werden. "Dass die Reparatur ausgerechnet in die Winterferien fiel, war leider nicht zu ändern, die beauftragte Firma hatte nur noch diesen einen Termin frei", erklärt Schwimmmeister Jörg Doil. Die Mitarbeiter einer Leipziger Firma, die für die Wartung und Reparatur der Heizungsanlage in der Oschersleber Schwimmhalle zuständig ist, rückten am Montag an und bezogen "ihr" Domizil in der Unterwelt der Schwimmhalle. Die zwei veranschlagten Tage brauchten sie tatsächlich, um einen neuen Brennerkopf in die Heizungsanlage einzubauen. Und wie die Fachmänner Friedrich Knape und Diether Böhm versichern, werde das neue "Ersatzteil" auch dafür sorgen, dass Strom und Gas gespart werden können. Mit dem neuen Brennerkopf werde die Anlage effizienter arbeiten.

Mehr Effizienz der Heizungsanlage

Der alte Brenner stammt aus dem Jahr 1993. "Im genannten Jahr haben wir von Dampf auf Gas umgestellt. Doch jetzt ist der Brenner in die Jahre gekommen und trotz der regelmäßigen Wartungen müssen sicherheitsrelevante Teile erneuert werden. Und dazu gehört eben der Brennerkopf", erklärt Jörg Doil weiter.

Dienstagabend konnten die beiden Leipziger Monteure ihre Arbeiten beenden. Die Heizungsanlage wurde neu hoch gefahren und damit die Erwärmung des Wassers und der gesamten Schwimmhalle wieder in Gang gebracht.

Wie Jörg Doil weiter berichtet, wird in der Oschersleber Schwimmhalle eine Temperatur von 28 Grad im Schwimmerbecken und 30 Grad im Nichtschwimmerbecken vorgehalten. Freitags ist Warmwasserbadetag, dann kommen jeweils noch einmal zwei Grad hinzu.

Das hat alles seinen Preis. Wie Sylvia Frehde, zuständige Mitarbeiterin in der Stadtverwaltung, zu berichten weiß, müssten jährlich 50000 Euro für Heizgas und 7900 Euro für Strom für die Schwimmhalle berappt werden. Das Auswechseln des Brennerkopfes der Heizungsanlage schlägt sich übrigens mit 16200 Euro im Haushalt der Stadt nieder.