Im Namen vieler Sülldorfer hat sich Hildegard Nowitzki in einem Brief an Sülzetal-Bürgermeister Jörg Methner (SPD) gewendet. Darin fordert sie die Gemeinde auf, eine neue Brücke über die Sülze zu bauen.

Sülldorf l Wie die Sülldorferin Hildegard Nowitzki in ihrem Brief an Sülzetal-Bürgermeister Jörg Methner schreibt, sei es leider versäumt worden, an der alten Brücke über die Sülze und der zu ihr führenden Treppe rechtzeitig Reparaturen vorzunehmen. Der Zahn der Zeit habe an Brücke und Treppe über Jahre genagt. "Man griff nun zu den einfachsten Mitteln: Abriss der Brücke, Sperrung der Treppe", schreibt die 88jährige Frau an Methner.

Keiner in der Gemeindeverwaltung habe sich nach Meinung Hildegard Nowitzkis und der der Bevölkerung Gedanken gemacht, was dieser Abriss und die Sperrung für die Sülldorfer bedeute. "Mehrere Berge und weite Wege zur Ostseite des Dorfes, zum Beispiel auch, um zum Friedhof zu gelangen, müssen nun in Kauf genommen werden", bedauert die Seniorin.

Auch die Verbindungsgasse von der Mittelstraße zum Salzblütenweg sei von der Gemeinde als unbegehbar erklärt und deshalb gesperrt worden, bemängelt Hildegard Nowitzki weiter. Bei einer Treppe von der Mittelstraße zum Salzblütenweg sei nur eine Stufe reparaturbedürftig. Auch diese Treppe sei gesperrt. "Bei allem Verständnis für die leeren Kassen, aber mit gutem Willen hätte sich hier schon einiges ändern können, sogar mit geringem Aufwand", ist sich die Seniorin sicher.

Als der Brief am Mittwoch Sülzetal-Bürgermeister Jörg Methner im Osterweddinger Rathaus erreicht, entschließt sich der Verwaltungschef nach dem Lesen spontan, am Nachmittag nach Sülldorf zu fahren, um mit Hildegard Nowitzki das Problem zu besprechen. "Wir werden das Problem Brücke aufnehmen und weiterverfolgen", versichert Methner in dem Gespräch. Doch werde es wegen der angespannten finanziellen Lage der Einheitsgemeinde Sülzetal etliche Zeit dauern, bis das Problem gelöst sei. Bis 2016 sehe Methner wenig Chance, in Sülldorf eine neue Brücke über die Sülze zu bauen. Zumal die Gemeinde nicht im unmittelbaren Handlungszwang sei, da es im Dorf noch andere Wege über die Sülze gebe. Methner nehme die Sorgen der Sülldorfer sehr ernst und begrüße es ausdrücklich, das sich Hildegard Nowitzki an ihn gewendet habe, um das Problem zu lösen.

Den Brückenneubau in Sülldorf aus Spenden zu finanzieren, sehe Methner als den schnellsten Weg der Realisierung des Neubaus an. Zusammen mit Ortsbürgermeister Sascha Ritter (parteilos) wolle der Gemeindechef nach Möglichkeiten suchen, um das Projekt umzusetzen. "Wenn wir die neue Brücke mit Spenden stemmen, sind wir nicht auf den Haushalt angewiesen", verdeutlicht Methner.

Den Gedanken der Spenden aus der Bürgerschaft greift auch Hildegard Nowitzki auf. "Mehrere Sülldorfer Bürger wollen sich, da der Neubau der Sülzebrücke eine größere Summe erfordert, durch Spenden beteiligen", verdeutlicht sie. Einen möglichen Geldspender sehe sie im ehemaligen Sülldorfer Joachim Kebbel, der heute in Beyendorf lebt. Durch seine Kebbel-Stiftung habe er 94-Jährige bereits viel Geld in die Sanierung des Sülldorfer Friedhofs investiert.

Bilder