Mit der Sorge um das in Klein Wanzleben abgedeckte Schuldach hat die Versicherung nun grünes Licht für die Reparaturarbeiten gegeben. Laut Bauamt muss das komplette Flachdach erneuert werden. Die Orkanböen, die Anfang Januar über die Börde hinweg gefegt waren, haben allein hier in 15 Meter Höhe ein 43000 Euro teures Bauloch aufgerissen.

KleinWanzleben l Die gute Nachricht zuerst: Der Sturmschaden, der am Klein Wanzleber Schuldach klafft, wird komplett von der Versicherung gedeckelt. Das teilte Anfang der Woche Bauamtsleiter Olaf Küpper auf Nachfrage im Wanzleber Rathaus mit. Doch die schlechte folgte sogleich und noch im selben Atemzug: "Die Baustelle liegt aber weiterhin auf Eis. Und das buchstäblich. Denn aufgrund der anhaltenden winterlichen Temperaturen und der immer wiederkehrenden Schneeschauer lässt der Startschuss für die Dacharbeiten weiter auf sich warten."

Schließlich muss das komplette Dach repariert werden. "Für diesen Umfang brauchen die Dachdecker bessere Witterungsverhältnisse", merkt Küpper an. Mit der Begutachtung des Schadens hatte es seitens der Experten die Empfehlung gegeben, die gesamte, 365 Quadratmeter große Dachfläche neu versiegeln zu lassen.

Bereits kurz nachdem der Sturm das Dach der Zuckerdorf-Grundschule stark beschädigt hatte, war ein Gerüst aufgestellt worden, "um hier in luftiger Höhe überhaupt gefahrlos arbeiten zu können, und dafür zu sorgen, dass sich bei dem anhaltenden Sturm keine weiteren Teile lösen. Dafür mussten Sicherungsnetze gespannt werden. Die Rüstung gab den Bauarbeiter in knapp 15 Metern Höhe die nötigen Haltepunkte", hatte Ines Darius vom Stadtbauamt bereits Mitte Januar erklärt. Allein die Gerüstarbeiten schlugen mit 7000 Euro zubuche. Auch diese Kosten werden von der Versicherung gestemmt, heißt es aus der Amtsstube. "100 Quadratmeter Dachpappe sind bei dem Sturm zwar verschont geblieben. Doch um Folgeschäden durch eindringende Nässe ausschließen zu können, bietet es sich an, auch dieses Dachpappenstück mit hochzunehmen und das komplette Areal neu verkleiden zu lassen", erklärt Bauamtsleiter Olaf Küpper. Das Dach war an der Grundschule erst vor fünf Jahren saniert worden. Der Gesamtschaden beläuft sich mittlerweile auf 43000 Euro. "Darin inbegriffen sind auch schon die Kosten für die Notsicherung", merkt Küpper an. Nachdem die Versicherung von der Stadt mehrere Kostenvoranschläge für die Reparatur des Flachdachs eingefordert hatte, wurden nun "ohne wenn und aber", wie der Amtsleiter betont, alle Ampeln auf grün gestellt. "Sobald es das Wetter wieder zulässt, wird das Dach versiegelt."

Während die Schule noch beim Sturmeinsatz der Feuerwehr am 9. Januar hatte evakuiert werden müssen, weil Teile aus 15 Metern in die Tiefe stürzten, wird der Schulbetrieb von den Dachdeckerarbeiten hingegen nicht weiter beeinträchtigt.

   

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