Die Freiwillige Feuerwehr Osterweddingen hat auf ihrer Hauptversammlung Bilanz des Einsatzjahres 2014 gezogen. Die Kameraden waren im vergangenen Jahr 53-mal mit einem Einzelauftrag unterwegs.

Osterweddingen l Als Gäste der Jahreshauptversammlung begrüßte Wehrleiter Dieter Krüger im vollbesetzten Feuerwehrgerätehaus den Kreisbrandmeister Kai Pluntke, den Feuerwehrverbandsvorsitzenden Ulf Nohr, den Landesfeuerwehrverbandsvorsitzenden Lothar Lindecke, Gemeindewehrleiter Marco Dahlke, Sülzetal-Bürgermeister Jörg Methner sowie Ortsbürgermeisterin Birgit Wasserthal.

Mit dem Wort "vielfältig" wurden im Jahresbericht zahlreiche Kleineinsätze und auch Fehlalarmierungen beschrieben. Zweimal waren die Kameraden mit dem Fachdienst des Landkreises unterwegs, um Öl- und Gefahrgut aufzunehmen. Ein Heckenbrand - durch Leichtsinn verursacht - war ebenso zu löschen. Auch das Wetter mit Sturm und Starkregengebieten forderte den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr.

Mit 53 Einsätzen verzeichnet die Freiwillige Feuerwehr Osterweddingen einen Einsatz mehr als 2013. Sie liegt jedoch weit über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Dieser bewegte sich bei 30 Einsätzen. Statistisch betrachtet, sind die Osterweddinger quasi einmal pro Woche zum Einsatz gerufen worden. Die Realität hält sich aber nicht an Statistiken. So kam es, dass wochenlang keine Einsätze erforderlich waren, dann wieder zwei Einsätze an einem Tag und sechsmal in der Woche. Insgesamt leisteten die Kameraden 580 Einsatzstunden.

Im Jahr 2014 waren die Osterweddinger Kameraden überwiegend mit Brandmeldungen beschäftigt. Es kam zu 36 Brandereignissen und 14 Hilfeleistungen, dreimal war die Freiwillige Feuerwehr als Brandsicherheitswache tätig. 30-mal kam es im vergangenen Jahr zu Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen. Nicht selten handelte es sich dabei um Fehlalarme. "Wir nehmen aber auch diese Dinge ernst, denn wir können nie ausschließen, dass es sich um eine Echt- alarmierung handelt", erklärte Osterweddingens Wehrleiter Dieter Krüger.

"Wir müssen feststellen, dass unsere Mitgliederzahl schrumpft."

Dieter Krüger, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Osterweddingen

Im Jahresbericht wurde auf den Mitgliederschwund hingewiesen. Per 31. Dezember 2014 standen der Freiwilligen Feuerwehr 30 aktive Kameraden zur Verfügung. "Damit schrumpfen wir weiter", stellte der Wehrleiter fest. "Noch bekommen wir im Gesamtdurchschnitt der letzten Jahre - auch zu kritischen Zeiten - gerade so eine Gruppe zusammen. Es gab allerdings auch Fälle, zu denen nur zwei oder vier Kameraden tagsüber verfügbar waren. Es fehlen für unsere Planstärke tagsüber bereits jetzt sieben Einsatzkräfte", ergänzte er.

Neben dem Einsatzgeschehen wurde im vergangenen Jahr wieder viel Zeit in Aus- und Weiterbildung investiert. Die Teilnahme an den Dienstabenden hat sich verbessert. 49 Übungs- und Schulungsveranstaltungen sind abgearbeitet worden. Hierbei leisteten die Kameraden weitere 2100 Stunden. Diese teilen sich in 50 Stunden Atemschutzweiterbildung, 500 Stunden technischer Dienst, 400 Stunden theoretische und 800 Stunden praktische Einsatzaus- und Weiterbildung. 350 Stunden fielen für Pflege- und Wartungsarbeiten oder ähnliches an. Hinzu kamen noch 670 Stunden für Aus- und Weiterbildung auf Kreis- und Landesebene. So lautet die Bilanz des vergangenen Jahres.

In der Osterweddinger Wehr sind neben fünf Verbandsführern weitere sieben Gruppenführer tätig. Zur Zeit fehlt ein Zugführer. Diese Aufgabe von den Verbandsführern übernommen. Es stehen im Moment nur noch elf ausgebildete Maschinisten der Führerscheinklasse C zur Verfügung. Sie alle sind zum Leitermaschinisten ausgebildet worden. Jedoch sind tagsüber nur drei, teilweise sogar weniger verfügbar.

"So ist das Thema zum Erwerb des Lkw-Führerscheins mittlerweile mehr als dringend", war seitens der Offiziellen zu vernehmen. Die Osterweddinger Kameraden verwiesen im Hinblick auf zunehmende Aufgaben und komplexer werdende Technik auf die Notwendigkeit eines hauptamtlichen Gerätewartes für das gesamte Sülzetal.

Zur Jugendfeuerwehr Osterweddingen gehörten 2014 zehn Jungen und ein Mädchen. Im Moment stehen den Jugendwarten Carola und Axel Schneider elf Jungen zur Verfügung. "Unser Dienst, den wir immer montags von 17 bis 18.30 Uhr im alten Gerätehaus durchgeführt haben, ist zumeist von Allen regelmäßig besucht worden. Sie haben gelernt, sich im Verhinderungsfalle zu entschuldigen", so Carola Schneider. Wie bei den Erwachsenen ist Verstärkung auch hier stets willkommen.