Wer ein echtes "ACC"-Mitglied ist, kennt keinen Aschermittwoch. Für die Jecken ist das ganze Jahr über Karneval. Und so haben die Ampfurther Narren am Wochenende in Seehausen mit ihrem bunten Programm nicht nur beim Kinder- sondern auch beim ausverkauften Seniorenkarneval im Sonnensaal geglänzt.

Seehausen l Mit dem Seehäuser Sonnensaal haben die Ampfurther Karnevalisten bereits seit Jahren eine neue Heimspielstätte für den Kinder- und Seniorenkarneval gefunden. Und so begrüßten die Nachwuchsjecken auch in diesem Jahr hier wieder Ampfurths Ortsbürgermeister Achim Röttger zur symbolischen Schlüsselübergabe. Die Macht über die "mit Luft gefüllte Gemeindekasse", wie Ortschef Achim Röttger sie humorvoll betitelte und bezifferte, blieb allerdings nicht lange in ihren Händen. Denn mit dem bereits in der vergangenen Woche gefeierten Rosenmontag, gefolgt vom Aschermittwoch, ist die fünfte Jahreszeit laut Narrenkalender längst vorbei. Das Zepter übernehmen sie erst wieder am 11.11. "Doch aufgrund der in diesem Jahr verhältnismäßig kurzen Karnevalszeit inklusive der zweiwöchigen Winterferien bot sich sowohl für die Kinder- als auch für die Seniorenfeier nur noch dieses Wochenende an", erklärt Seehausens Schulleiterin und langjähriges ACC-Mitglied Anke Lenhard die "närrische Spielverlängerung" und damit der 41. Session des Vereins.

Seit nunmehr acht Jahren richtet der Ampfurther Carneval Club (ACC) auch eine Kinderfaschingsfeier unter dem Motto "Kinder machen Fasching für Kinder" aus. Die Idee dazu hatte einst Ulla Dziewior, die im Verein drei Tanzgruppen leitet. Die Bühnentalente treffen sich jeweils ab Herbst in Vorbereitung auf die Prunksitzungszeit jeden Sonntag ab 10 Uhr zum gemeinsamen Training. Sie sorgten am Sonnabend mit ihren schwungvollen Auftritten und flotten Rhythmen für Stimmung im Saal. Auch die Nachwuchsjecken in der Bütt sowie die Sketch-Schauspieler räumten am Sonnabend an der Seite des "Mini"-Prinzenpaares Jenna Handge aus Dreileben und Jakob Ferl aus Seehausen unzählige "Klatschen"-Kommandos und Konfetti-Raketen von den rund 80 kleinen und großen Karnevalisten ab. "Was die Vereinsmitglieder hier alljährlich auf die Beine stellen, ist sagen- und zauberhaft. Da kann man nur den Hut ziehen, Danke sagen und hoffen, dass sie so weiter machen", zeigte sich Hannelore Tuchen (73), die einst in Ampfurth als Kita-Leiterin tätig war und eigens für die Karnevalssause der Minis jedes Jahr aus Berlin angereist kommt, hellauf begeistert.

Mit ihrem zweieinhalbstündigen Programm, das die kleinen und großen "ACCler" für den Seniorenkarneval vorbereitet hatten, feierten sie gestern vor einem ausverkauften Saal ihren Sessionsausklang. Getreu dem Motto: Nach dem Karneval ist vor dem Karneval.

   

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