Seit dem 24. Februar ist Ernst Brunner (SPD) ganz offiziell der neue Bürgermeister der Stadt Gröningen. Am Montagabend legte er während der Stadtratssitzung den Amtseid ab und erhielt die Amtskette.

Gröningen l Am 1. Februar haben die Gröninger und die Bürger der Ortsteile einen neuen Bürgermeister gewählt. Die Wahl hat eindeutig Ernst Brunner von der SPD gewonnen. Zur Wahl hatte sich auch der Krottorfer Falk Öhlie gestellt.

Mit Beschluss des Stadtrates ist die Gültigkeit der Wahl festgestellt und somit stand am Montagabend dem Amtseid des neuen Bürgermeisters nichts mehr im Wege. Das an Jahren älteste Stadtratsmitglied, am Montagabend erfüllte diese Bedingung Dietrich Bollmann von der CDU, nahm Ernst Brunner den Amtseid ab. Danach war es Sache des neuen Bürgermeisters einige Worte an die Stadträte zu richten. "Große Reden werden auch in Zukunft nicht mein Ding sein. Auf der nächsten Stadtratssitzung werde ich näher auf meine Ziele und Pläne eingehen", so Brunner.

Schließlich stellten die Stadträte fest, dass der erste Amtstag des "Neuen" gleich mit der Bürgersprechstunde zusammenfällt und er sich gleich den Problemen und Fragen der Bürger stellen kann.

Zum letzten Mal hatte die 1. Stellvertretende Bürgermeisterin Vera Jander (SPD)die Stadtratssitzung eröffnet und geleitet: "Es ist meine letzte Sitzung und wir fangen zu spät an", meinte sie zur Begrüßung. Gut ein halbes Jahr übte sie nach dem plötzlichen Tod der langjährigen Bürgermeisterin Renate Hillebrand das Ehrenamt aus und war sprichwörtlich ins kalte Wasser geworfen worden. Die SPD-Stadtratsfraktion bedankte sich für ihr Engagement mit Blumen und auch mit einem kleinen Geschenk. Aber Vera Jander hatte auch den neu gewählten Bürgermeister mit einem Geschenk bedacht. Sie hatte ihm einen Kalender gebastelt, damit er die zahlreichen Termine, die er nun als Stadtoberhaupt wahrnehmen muss, nicht verpasse.

Mit der Wahl des neuen Bürgermeisters machte sich auch die Umbesetzung einiger Ausschüsse notwendig. Da Ernst Brunner als Bürgermeister nicht mehr Mitglied des Stadtrates ist, rückte für ihn Mike Staginnus nach. Er wird ebenso wie Ernst Brunner in der SPD-Fraktion mitarbeiten. Mike Staginnus wurde am Montagabend ebenso auf sein Ehrenamt verpflichtet.

Ernst Brunner war bislang Vorsitzender des Bauausschusses. Als Bürgermeister steht er aber künftig dem Haupt- und Finanzausschuss vor, somit musste ein neuer Vorsitzender des Bauausschusses gefunden werden. Die CDU schlug aus ihrer Fraktion Tobias Böhm vor. "Das kann ich nur unterstützen. Tobias war bislang mein Stellvertreter und in dieses Amt hat er sich gut eingearbeitet", meinte Ernst Brunner zu diesem Vorschlag. Zugleich schlug er Falk Öhlie als neuen stellvertretenden Bauausschussvorsitzenden vor. Der Stadtrat stimmte diesen Vorschlägen einstimmig zu. "Ich finde es gut, dass wir mit Tobias Böhm auch einem jüngeren Stadtrat die Chance geben, sich zu bewähren. Überhaupt finde ich es gut, dass wir in unseren Reihen einige jüngere Gesichter finden", meinte Vera Jander nach der Abstimmung.

Da Ernst Brunner auch Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses war, musste für dieses Gremium ebenso ein Nachrücker gefunden werden. Hier stimmten die Stadträte mehrheitlich für Fabian Stankewitz von der SPD-Fraktion.

Um das Personalkarussell noch weiterzudrehen, müsse nun noch ein sachkundiger Bürger für den Bauausschuss gefunden werden. Diese Funktion übte bislang Mike Staginnus aus, doch er ist nun "ordentliches" Mitglied des Stadtrates.

Im Verlauf der Sitzung sprachen die Stadträte verschiedene Themen an, die den Bürgern derzeit besonders auf der Seele liegen. So fragte Falk Öhlie, welche Kosten die Kommune sparen könnte, würde der Förderverein der Kita Krottorf die Kita in seine Trägerschaft übernehmen. Falk Öhlie bat die Verwaltung, entsprechendes Zahlenmaterial vorzubereiten.

Vor der Grundschule Gröningen wurde ein Halteverbot eingerichtet. Die Einhaltung des Verbotes werde derzeit regelmäßig kontrolliert, auch diese Information wurde während der Gröninger Stadtratssitzung weitergegeben.

Die Stadträte berichteten zudem, dass derzeit Schreiben der Verwaltung zur Ordnung und Sauberkeit in Gröningen und den Ortsteilen die Runde machen und die Bürger verärgern. Die Stadträte hätten zwar vor einiger Zeit kritisiert, dass die Orte einen schmutzigen Eindruck hinterlassen, doch anscheinend seien jetzt ausgerechnet Bürger angeschrieben worden, die in der Regel ihrer Pflicht des Straßefegens nachkommen.

Die Verwaltung bekam den Auftrag zu prüfen, was für Schreiben an die Bürger geschickt wurden.

Bilder