Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Börde ist im Februar leicht angestiegen. Im zweiten Monat des Jahres 2015 waren 8168 Frauen und Männer ohne festen Job. Das sind 124 mehr als noch im Januar. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,4 Prozent. Im Vormonat lag sie in der Börde noch bei 8,3 Prozent.

Haldensleben l Trotz des teilweise schon milden Wetters schlägt sich der Winter auch im Februar noch in den Arbeitsmarktzahlen nieder. Während in Sachsen-Anhalt insgesamt die Arbeitslosenquote minimal sank - von 11,4 auf 11,3 Prozent - ist sie in der Börde ein wenig gestiegen. Dennoch liegt der Landkreis wie gewohnt weit unter dem Landesdurchschnitt. Schon traditionell finden sich innerhalb des Landkreises Spitzenreiter wie Schlusslicht im Bereich der Magdeburger Agentur für Arbeit, die neben dem Landkreis Börde und der Landeshauptstadt auch für das Jerichower Land zuständig ist. Wolmirstedt ist mit einer Arbeitslosenquote von 6,9 Prozent erneut der Primus, während Oschersleben mit 12,5 Prozent weiter die rote Laterne hat. Haldensleben (7,2 Prozent) und Wanzleben (8,4 Prozent) haben wie Wolmirstedt überdurchschnittlich gute Zahlen vorzuweisen.

"Trotz der weiterhin konstanten Anzahl an Arbeitslosen seit Jahresbeginn gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung. So haben aufgrund des milden Winters bereits im Monat Februar Unternehmen verstärkt ihren Bedarf an Arbeitskräften angemeldet", erklärte der Chef der Magdeburger Arbeitsagentur, Matthias Kaschte, bei der Vorstellung des aktuellen Arbeitsmarktberichtes. Die Zahl der aufgegebenen Stellen sei damit schon jetzt stark angestiegen und läge nicht nur um 50 Prozent über dem Vormonatsniveau, sondern auch um 11 Prozent über dem Vorjahresniveau. "Die Frühjahrsbelebung ist mithin schon spürbar, wir erwarten sie aber in den kommenden Monaten verstärkt", so Kaschte weiter. Trotz des seit Jahresbeginn gültigen Mindestlohnes zeige sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt insgesamt auch weiterhin stabil, ergänzte er. 1500 Beschäftigungsverhältnisse konnten begründet werden.

Überdurchschnittlich stark angestiegen ist die Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen im gesamten Agenturbereich. Hier stieg die Quote von 8,7 auf 9,1 Prozent. Mit 1984 jungen Menschen waren 90 mehr arbeitslos als im Vormonat. Laut Arbeitsmarktbericht ist dies einer dreieinhalbjährigen Ausbildungszeit geschuldet, die für viele junge Menschen jetzt zu Ende gehe. Dies betreffe in erster Linie Auszubildende im Metall- und Elektrobereich wie Mechatroniker, Elektroniker oder Industriemechaniker. "Hier gehen wir von einer zügigen Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt aus, da es sich bei diesen jungen Menschen um gefragte Fachkräfte in unserer Region handelt", so der Agenturchef Kaschte.