Salzwedell (ge) l Die Zahl der Arbeitslosen ist im Februar leicht zurückgegangen. 155 Altmärker weniger als im Januar sind ohne Job. Soweit die gute Nachricht. Das bittere an dieser Pille sind die immer noch 12608 Männer und Frauen, die als arbeitslos registriert sind. Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,7 Prozent und damit wie immer über dem Landesdurchschnitt. Maßgeblichen Anteil daran haben die Zahlen aus dem Landkreis Stendal. Die 8272 Arbeitslosen dort entsprechen einer Quote von 13,7 Prozent, der zweitschlechteste Wert in Sachsen-Anhalt.

Die Westaltmark hingegen schneidet mit nur 9,2 Prozent Arbeitslosenquote mit am besten im Land ab. Die Jugendarbeitslosigkeit lag im Altmarkkreis 8,8 Prozentpunkten und hat sich leicht erhöht. Dies sei auf das Ende der zweieinhalb und dreieinhalbjährigen Ausbildungen zurückzuführen. Aktuell sind im Altmarkkreis 648 offene Stellen gemeldet, vorwiegend in der Kunststoff- und Lebensmittelherstellung. Gesucht werden zudem Elektriker, Maschinen- und Anlagenführer, Fachkräfte im Dialogmarketing sowie Helfer im Post- und Zustelldienst.

Dass die Arbeitslosenzahl im Februar sank, ist in sofern erwähnenswert, als dass es im gleichen Vorjahresmonat nicht so war. Als Grund für die positive Tendenz nennt der Chef der Stendaler Arbeitsagentur, Markus Nitsch, die "hohe Arbeitskräftenachfrage. Die Zahl der Entlassungen ist im Vergleich zum Vormonat deutlich zurückgegangen und mehr Menschen konnten wieder eine Beschäftigung aufnehmen. Insbesondere die Frauen haben im Februar von dieser Entwicklung profitiert." Arbeit fanden sie vor allem im Handel und im Gesundheitswesen. Beschäftigung in Bau- und Außenberufen ist witterungsbedingt im Februar nicht zu finden gewesen. Nitsch: "Hier erwarten wir aber für die nächsten beiden Monate eine Entlastung."