Die Freiwillige Feuerwehr Langenweddingen hat sich am Sonnabend im Gerätehaus zur Jahreshauptversammlung getroffen. Auf der Sitzung ist Bilanz des vergangenen Jahres gezogen worden.

Langenweddingen l Eine besondere Ehrung wurde Reiner Schnabel zuteil. Er empfing von seinen Kameraden, der Gemeinde, vertreten durch Bürgermeister Jörg Methner, sowie Gemeindewehrleiter Marko Dahlke und Alexander Herms vom Feuerwehrverband Börde herzliche Glückwünsche. Der ehemalige Gruppenführer und jetzige Kamerad der Einsatzabteilung erhielt die Anerkennung für 40 Jahre treue Dienste.

Ein Thema der Tagesordnung war die Wahl eines neuen stellvertretenden Wehrleiters. Diese war erforderlich geworden, da der bisherige zweite Mann, Mirko Lehmann, dieses Amt mit Beginn des Jahres 2015 niedergelegt hatte. Er bleibt dem Langenweddinger Verbund aber als Maschinist und Gruppenführer erhalten. In die Funktion des stellvertretenden Wehrleiters wurde Martin Kotter gewählt. Wahlbeobachter Hubert Weber stellte nach geheimer Wahl und Auszählung der Stimmen ein klares Votum für den Bewerber fest. Nun muss der künftige stellvertretende Wehrleiter noch von der Gemeinde Sülzetal berufen werden.

Einige Sorgen bereitet das Gerätehaus. Genannt wird der Schlauchturm, welcher immer mehr Putz verliert, wie Maik Schneemann feststellt. "Bislang wurde zum Glück noch niemand gefährlich getroffen. Doch immer wieder fallen recht große Putzstücke herunter. Es muss dringend etwas geschehen, damit der Turm erhalten wird, denn er gehört zur Feuerwehr und zur Gemeinde Langenweddingen, er ist ein kleines Wahrzeichen sozusagen."

Auch das Innere des Turms müsse saniert werden. Er werde eigentlich für Ausbildungszwecke genutzt. Ausbildung dort ist zur Zeit aber nicht möglich, da das Holz im Inneren komplett marode ist und zerfällt. Schneemann verwies in seinen Ausführungen auf weitere Mängel. "Die Tür zur Männerdusche schließt immer noch nicht. Der Jugendraum ist ebenfalls noch nicht fertig und auch das Holz am Dachrand des Neubaus muss gestrichen werden, um es besser vor dem Verfall zu schützen."

Im Jahr 2014 war im Bereich Ausbildung deutlich mehr Aktivität zu verzeichnen. Beim Grundlehrgang zum Truppmann 1 waren sechs Kameraden vertreten, zwei legten die Prüfung zum Truppmann 2 ab, eine Kameradin macht die Ausbildung zur Truppführerin. Sieben Kameraden haben die Sprechfunkausbildung besucht, zwei die Erweiterung digital. Fünf Teilnehmer kamen bei der Technischen Hilfe unter. Drei Maschinisten wurden ausgebildet. Drei Teilnehmer besuchten die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger.

"Die Ausbildungsdienste innerhalb unserer Feuerwehr waren gut besucht und wurden auch in gewohnter Art durchgeführt. Dabei stand das Augenmerk wieder in der praktischen Ausbildung. Ab September stellten wir unseren Rhythmus um und machen seither jeden Donnerstag Dienst. Das taten wir, um mehr Ausbildung unterzubekommen, und andererseits den Kameraden Gelegenheit zu geben, auch im Mehrschichtsystem auf ihre 40Stunden zukommen", begründete Schneemann.

Im Jahr 2014 verließen drei Kameraden die Langenweddinger Wehr. Drei Neuzugänge und eine Übernahme aus der Jugendwehr in die Reihen der Aktiven sorgen hier für ein kleines Plus. "Wir hoffen, dass die Jugendfeuerwehr wieder Mitglieder findet, denn eine Wehr ohne Jugend ist eine Wehr ohne Zukunft", so Schneemann.

"Die Einsatzstärke zwischen 6 und 18 Uhr ist problematisch."

Maik Schneemann, Wehrleiter

Zu vier Brandeinsätzen ist die Langenweddinger Wehr 2014 gerufen worden. Elf Veranstaltungen sind von den Kameraden abgesichert worden. Drei Verkehrsunfälle, eine Tierrettung, ein Gefahrguteinsatz, drei Tragehilfen, fünf Fehlalarme und drei sonstige technische Hilfen stehen außerdem zu Buche. Bei der Langenweddinger Wehr zeigte sich wie bei anderen das Problem der Einsatzstärke zwischen 6 und 18Uhr, stellte Maik Schneemann fest. "Wir fuhren mitunter schon knapp besetzt heraus. Als es dann zum Brand auf einem der Bauernhöfe kam, standen wir mit zwei Kameraden da." Akut ist auch der Mangel an Maschinisten. "Dieses Problem werden wir ohne die Hilfe der Gemeinde nicht beheben können", so Schneemann.

2015 begeht die Freiwillige Feuerwehr Langenweddingen ihr 130-jähriges Bestehen. Begangen wird das Jubiläum vom 4. bis 6. September. Einen Tag der offenen Tür wird es auch wieder geben. Dieser findet am 1. August statt, also genau im Anschluss der beiden Wochen Ferienfreizeit für die Jugend und alle interessierten Kinder Langenweddingens zwischen zehn und 18 Jahren.