Zum 24. Mal hat die Stadt Oschersleben den Kulturpreis vergeben. Diesen nahm der Emmeringer Kay Elzner entgegen. Damit wurde er für seine herausragende Arbeit bei der Gestaltung eines Wandfrieses mit historischem Hintergrund in der Kirche seines Heimatortes geehrt.

Oschersleben l Die Stadt Oschersleben ehrt seit Anfang der 1990er Jahre besondere Verdienste auf kulturellem Gebiet mit dem Kulturpreis der Stadt. "Es ist eine schöne Verpflichtung der Stadt, ehrenamtlich Tätige zu ehren. Ohne sie wären die zahlreichen kulturellen Angebote unterschiedlicher Genres nicht leistbar", sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Christiane Klare am Freitagabend und eröffnete so die 24. Kulturpreisverleihung. Sie begrüßte im Rathaussaal neben Bürgermeister Dieter Klenke (parteilos) auch den Vorsitzenden des Stadtrates Lothar Lortz sowie Preisträger der Vorjahre wie Hans Walter und Eva Brandt, sie erhielten übrigens als erste den Kulturpreis, Vertreter des Oschersleber Blasorchesters und des Spielmannszuges, der Chöre "Cäcilia", "Cantiamo" und "Bodelerchen", Ortschronist Dr. Günther Blume, Kay Elzner, Vertreter des Bürgervereins Schermcke und des Hornhäuser Kirchturmfördervereins, sowie Klaus Hoppe als ehemaliger Leiter der Musikschule und Gründer des Akkordeonorchesters. Das Kroppenstedter Bläserquintett unter der Leitung von Jürgen Vogel sowie Friederike Arndt sorgten mit festlicher Musik und Gesang für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung.

Schließlich trat Bürgermeister Dieter Klenke an das Rednerpult. Als Laudator umriss er das künstlerische Schaffen des 24. Preisträgers. "Nach eingehender und ernsthafter Diskussion entschied sich der Stadtrat in seiner Sitzung am 10. Dezember für den jetzt auszuzeichnenden Kulturpreisträger", so Dieter Klenke. Der Kulturpreisträger 2014 hätte bereits im frühen Kindesalter Auffälligkeiten mit Pinsel und Feder gezeigt und beteiligte sich stets erfolgreich an Plakatwettbewerben. Auf dem Segelschulschiff "Greif"erlernte er das maritime Handwerk und wurde schließlich als Maler für Ornamentik und Restaurierung ausgebildet. Die Marine und das Malen sollten den Preisträger nie wieder loslassen. Das zeigt sich im Engagement für die Marinekameradschaft, für unzählige Arbeiten auch als Illustrator verschiedener Bücher. "Er malt und zeichnet Landschafts- und Bördemotive genauso wie Kinderbücher, Comics, Porträts, Realismus und Fantasie, um sein Engagement im Magdeburger Förderkreis krebskranker Kinder nicht zu vergessen", war vom Laudator weiter zu erfahren. "Den Kulturpreis 2014 aber erhält Kay Elzner heute für seine einmalige Arbeit zur Schaffung der Wandbildnisse mit kulturhistorischem Hintergrund in der Emmeringer Kirche", beendete Dieter Klenke seine Laudatio.

Kay Elzner, der nach 2007 zum zweiten Mal den Kulturpreis der Stadt Oschersleben erhielt, betonte, dass er diesen Preis stellvertretend für den Verein Kunst und Kirche Emmeringen entgegennehme, denn der Fries konnte nur entstehen, weil viele Bürger sich dafür stark gemacht haben. Und genau diese Gemeinschaft hätten auch die anderen Preisträger vorgelebt. Anhand von Fotos konnte Kay Elzner nach der Preisverleihung sein Werk in der Kirche ausführlich beschreiben und über 1000 Jahre Geschichte berichten.