Eilsleben l Seine traditionell Braunkohlwanderung hat der Eilsleber Sportverein mit kleinen Lektionen in Sachen Kultur- und Naturgeschichte entlang der Strecke gewürzt. Dafür waren den wanderlustigen Sonntagsausflüglern nicht nur makellose äußere Bedingungen beschieden, sondern stand ihnen auch Fachmann Günter Wagener vom Heimatverein "Oberes Allertal" als versierter Begleiter zur Seite.

Wohlgelaunt begab sich die Schar vom Rathaus aus zunächst auf den Weg in Richtung Siegersleben zum ersten Etappenziel, dem Langen Stein am Feldrain. Hier ließ Wagener in bekannter Manier interessante Fakten und Ausführungen folgen, berichtete über Geschichte, Kult und Mythen der Jahrtausende alten Menhire. Über den Langen Steinweg gelangten die Wanderer hinunter ins Allertal, vorbei an der früheren Ausgrabungsstätte aus der Jungsteinzeit. "Hier siedelten sich vor zirka 5500 Jahren die ersten Bauern, die sogenannte Linienbandkeramische Kultur, an", erklärte Wagener.

Katrin und Mario Überschär erwarteten die Gruppe zum nächsten Halt in Wormsdorf, kredenzten Kaffee, Glühwein und Snacks zur Stärkung an und luden zum geselligen Verweilen an den liebevoll gedeckten Tischen ein. "Gar nicht so gern brachen wir ob der Gastfreundschaft zum letzten Teil unserer Wanderung auf", so ESV-Vorsitzender Klaus-Dieter Fuhrmann. "Aber die Allerwiesen, zu jeder Jahreszeit schön, machten das Wandern bei tollem Wetter zu einem wunderbaren Erlebnis, dessen perfekter Abschluss nach der Rückkehr das leckere Mahl im Gasthof `Zur Eisenbahn` war." Im Namen des Vereins dankte Fuhrmann allen Helfern und Teilnehmern: "Eine gelungene Veranstaltung, wir freuen uns schon aufs nächste Mal."

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