Gröningen l Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gröningen sind im Jahr 2014 zu elf Einsätzen ausgerückt. Darauf verwies Ortswehrleiter Friedrich Günther auf der Jahreshauptversammlung der Wehr am Sonnabendabend. Insbesondere erinnerte er an den Brand eines offenbar zuvor gestohlenen Autos auf einem Feldweg in Richtung Kroppenstedt am 11. April, an einen Brand von Holzabfällen am Halberstädter Tor am 13. Mai sowie an einen Trafobrand am 2. Juli in Kroppenstedt. Außerdem seien die Einsatzkräfte zu insgesamt drei Unfällen auf die Bundesstraße 81 gerufen worden, wobei die Straße von ausgelaufenen Flüssigkeiten befreit und einmal eine Unfallperson betreut werden musste.

"Von 34 aktiven Mitgliedern waren im vergangenen Jahr 20 Mitglieder mindestens einmal im Einsatz", betonte der Ortswehrleiter und resümierte: "Alles in allem war das Jahr 2014 sehr ruhig."

Insgesamt seien 44 Übungsdienste zur Ausbildung und zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft durchgeführt worden. Allerdings hätten nur 12 Einsatzkräfte die 40 geforderten Ausbildungsstunden absolviert. Dafür habe sich die Wehr wieder aktiv am Dorfgemeinschaftsleben beteiligt. "So richtete unser Förderverein das Osterfeuer aus, wir sicherten den Umzug nach Kloster Gröningen zur Walpurgisnacht und beteiligten uns am Gröninger Schützenfestumzug", erklärte Günther. Außerdem sei der Martinsumzug abgesichert worden. Auch am Weihnachtsmarkt vor der Martini-Kirche wurde sich beteiligt.

Im weiteren Verlauf kritisierte Friedrich Günther, dass von elf Ortswehren in der Verbandsgemeinde nur wenige wirklich einsatzbereit seien. "Die meisten haben zu wenig Personal", meinte der Ortswehrleiter. Dennoch würde trotz knapper Haushaltsmittel in diese Wehren investiert.

Zugleich forderte er den Neubau eines Gerätehauses, um den gestiegenen Bedürfnissen gerecht zu werden. "Das zur Zeit in Nutzung befindliche Gebäude ist einfach zu klein", betonte der Wehrleiter. Als es im Jahr 1997 übergeben worden war, habe die Feuerwehr aus vierzehn Mitgliedern bestanden, die Standplätze für die drei Einsatzfahrzeuge seien ausreichend gewesen. Aktuell entspräche das Gebäude in vielen Teilen nicht mehr den geforderten DIN-Vorschriften. Außerdem bemängelte er die schwierige Situation mit dem "Löschfahrzeug 8". "Wie bereits mehrfach gesagt, ist die Aufnahmesituation für Mannschaft und Geräte mehr als unbefriedigend", betonte Günther und forderte eine kurzfristige Ersatzbeschaffung.

Nach den Grußworten der Verbandsgemeindebürgermeisterin Ines Becker, des Bürgermeister von Gröningen, Ernst Brunner, sowie des Stadtwehrleiter Daniel Giesecke wurde Sven Kneisel zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Außerdem wurden Lothar Franke und Rudolf Goy für 40 Jahre treue Dienste sowie Marcel Pott für 10 Jahre und Marco langer für 20 Jahre treue Dienste geehrt.