Die Freiwillige Feuerwehr Altenweddingen hat am Sonnabend auf ihrer Hauptversammlung Bilanz des Jahres 2014 gezogen. Im Ergebnis des Rechenschaftsberichtes stehen auch elf Einsätze der Wehr.

Altenweddingen l Den anwesenden Kameraden ist ein neuer stellvertretender Ortswehrleiter vorgestellt worden. Andreas Hauer war einziger Kandidat, dem Vorschlag wurde mit breiter Mehrheit zugestimmt. Die Wahl wurde erforderlich, da der bisherige Stellvertreter, Helmut Winter, aus Altersgründen für eine weitere sechsjährige Ehrenamtszeit nicht mehr zur Verfügung steht. Andreas Hauer nahm die Wahl an und wird in einem formellen Akt durch die Gemeinde Sülzetal ins Ehrenamt berufen.

Ortswehrleiter Eberhardt Hauer begrüßte auf der Jahreshauptversammlung neben den Kameraden der Wehr auch Vertreter der Alters- und Ehrenabteilung, die Jugendfeuerwehr sowie Ortsbürgermeister Helmut Gottwald, Sülzetal-Bürgermeister Jörg Methner, Gemeindewehrleiter Marko Dahlke sowie vom Ordnungsamt Leiter Fred Fedder und Sachbearbeiterin Verena Hauert. Eberhardt Hauer beschrieb in seiner Rückschau das Geschehen 2014 und hob drei Einsätze hervor. So wurde die Altenweddinger Ortswehr bereits am 4. Januar erstmals zum Einsatz gerufen. Zwei Ölspuren waren entdeckt worden und wurden mit Ölbindemittel unschädlich gemacht. Ein schwerer Verkehrsunfall machte das Ausrücken der Feuerwehr im September erforderlich. Auf der B 81 war ein Pkw auf einen Traktor mit Anhänger aufgefahren, der Fahrer des Pkw wurde eingeklemmt. "Bei diesem Einsatz unterstützten wir die Langenweddinger Wehr", erklärte Eberhardt Hauer. Der letzte Einsatz in 2014 führte die Altenweddinger Wehr zu einem Unfall auf die B81 nahe des Rasthofes Körling. Dort war ein Lkw auf vereister Fahrbahn ins Schleudern geraten und umgestürzt.

"Es ist uns gelungen, in ausreichender Mannschaftsstärke zu den Einsätzen auszurücken."

Eberhardt Hauer, Ortswehrleiter Altenweddingen

Altenweddingens Ortswehrleiter dankte den Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft. "Es ist uns gelungen, mit ausreichender Mannschaftsstärke auszurücken, obwohl viele Kameraden auswärts arbeiten und daher tagsüber nicht zur Verfügung stehen." Er verwies aber auch auf die Tatsache, dass die Einsatzbereitschaft der Truppe durch Probleme mit den Löschfahrzeugen gelitten habe. "Beide Löschfahrzeuge haben die fällige TÜV-Prüfung nicht bestanden. Das Tanklöschfahrzeug wurde repariert und erhielt die TÜV-Plakette. Der LO musste außer Dienst gestellt werden."

Für dieses Jahr ist die Anschaffung eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges HLF 20 in Aussicht gestellt worden. "Das HLF 20 ist nötig geworden, da die alten Fahrzeuge für die Risiken, die wir abdecken, nicht ausgelegt und längst nicht mehr Stand der Technik sind", begründet Andreas Hauer diese Maßnahme. Die Anschaffung des HLF 20 ist vom Rat der Gemeinde Sülzetal abgesegnet worden.

Zentraler Gegenstand der Diskussion war der Zustand des Feuerwehrgerätehauses, das mittlerweile gute 120 Jahre auf dem Buckel hat und nach einem Ersatzneubau verlangt. Grund: Das in die Jahre gekommene Gebäude erfüllt längst nicht mehr die Voraussetzungen, wie von der Feuerwehrunfallkasse (FUK) gefordert. "Die Risikoanalyse - sie gibt Auskunft über die Mindestausstattung einer Wehr - und die Feuerwehrunfallkasse - diese ist unser Versicherungsträger, wenn uns im Einsatz etwas passieren sollte - hatten bereits im Jahr 2007 auf gravierende Mängel aufmerksam gemacht", so Andreas Hauer und nennt diese gleich beim Namen. "Die Einfahrten sind zu schmal, die Halle ist zu kurz, Türhöhen sind zu klein. Der Turm ist seit Jahren gesperrt und es fehlt eine Absauganlage für Abgase. Wir haben keine separaten Umkleiden, die Beleuchtung ist unzureichend und es finden sich Stolperkanten im Fußboden." Der Neubau werde kommen, war von Fred Fedder, Ordnungsamtsleiter der Gemeinde Sülzetal, zu vernehmen. Je nach Haushaltslage solle das 2016 oder 2017 geschehen. Ein Grundstück - neben dem ehemaligen NP-Markt - stehe für den Neubau zweckgebunden zur Verfügung.

In seinen Grußworten machte Jörg Methner deutlich, dass die Feuerwehr eine tragende Säule des Ortes sei. "Die Feuerwehr im Sülzetal ist immer da, wenn man sie braucht."

2014 haben acht Kameraden an Lehrgängen teilgenommen. Zwei Kameraden ließen sich zum Truppmann 2, jeweils ein Kamerad zu Truppführer, Maschinist und Zugführer ausbilden. Ebenfalls ein Kamerad widmete sich dem Thema "Vorbeugender Brandschutz", zwei Kameraden nahmen am Fahrsicherheitstraining teil.

Die Durchführung der Dienstabende immer mittwochs habe sich bewährt, bilanzierte der Ortswehrleiter. "Die meisten aktiven Kameraden haben ihre 40 Stunden Standortausbildung im Jahr erreicht. Mit einigen Kameraden müssen wir das intensive Gespräch suchen. Wenn ihnen die Ausbildungszeit fehlt, können sie nicht mehr im aktiven Dienst sein und zu Einsätzen ausrücken", stellte Eberhardt Hauer klar.

Im Anschluss nahm der Ortswehrleiter dann Ehrungen und Beförderungen vor. Für zehnjährige aktive Feuerwehrmitarbeit wurden Nadine Ackermann und Max Tuchen, für 20-jährige Jahre aktive Feuerwehrmitarbeit Daniel Liebert und Nick Oelmann geehrt. Zum Feuerwehrmann wurden Matthias Fischer und Max Tuchen, zum Hauptfeuerwehrmann Robert Buchert, zum Löschmeister Andreas Kaufhold und zum Oberlöschmeister Nico Hobusch befördert. Der künftige stellvertretende Ortswehrleiter Andreas Hauer wurde als Zugführer berufen.