Die Helios-Bördeklinik in Neindorf bietet ab sofort eine Schmerz-Hotline an. Unter der Rufnummer 03949/935888 können sich Leidgeplagte immer montags zwischen 12 und 13 Uhr von einem Expertenteam beraten lassen.

Neindorf l "Viele Patienten leiden unter wiederkehrenden Schmerzen durch Migräne, Gelenkverschleiß oder auch aufgrund seelischer Probleme", zählt Martina Ziegler-Eschweiler nur einige Beispiel auf. Die Fachärztin für Anästhesie und Intensivmedizin ist die Leiterin der Schmerztherapie an der Helios-Bördeklinik in Neindorf. "Sobald die Lebensqualität durch Schmerzen eingeschränkt wird, isolieren sich Patienten, meiden soziale Kontakte oder trauen sich diese nicht mehr zu. Die wenigsten Betroffenen wissen jedoch, dass ihnen eine bestimmte Behandlung bei der Bewältigung ihrer Schmerzen helfen kann", betont die Medizinerin.

Aus diesen Gründen sei die "Schmerz-Hotline" eingerichtet worden. "Hier möchten wir Patienten mögliche Behandlungswege aufzeigen, Ängste vor dem Schmerz nehmen und klären, ob gegebenenfalls ein stationärer Aufenthalt in der Schmerztherapie sinnvoll ist", erklärt Martina Ziegler-Eschweiler weiter.

Die "Schmerz-Hotline" ist ab sofort jeden Montag von 12 bis 13 Uhr besetzt. Neben der Ärztin wird auch Birgit Hasak am Telefon beraten. "Als Pain-Nurse, also als Schmerz-Schwester, habe ich eine spezielle pflegerische Ausbildung im Bereich Schmerzmanagement absolviert und unterstütze die Patienten im Umgang mit Medikamenten und bei der Erarbeitung individueller Therapiekonzepte", erklärt Hasak.

Finde sich am Telefon keine Lösung für den jeweiligen Patienten und stelle sich heraus, dass im Vorfeld bereits mehrere Therapieversuche gescheitert sind, komme eventuell eine Behandlung in Neindorf in Betracht. "Unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Das würden wir abklären", sagt die Leiterin der Schmerztherapie.

Hier arbeiten weitere ärztliche und pflegerische Spezialisten für Schmerzleiden in modernen Räumlichkeiten gemeinsam mit einem großen Therapeuten-Team. Durch das sogenannte Assessment, also einer Schmerzbeurteilung, wird bei Betroffenen festgestellt, unter welcher Art von Schmerzen sie leiden und welche Therapien individuell in Frage kommen. In Einzel- und Gruppensitzungen sowie durch Bewegung und Psychotherapie behandeln die Schmerzspezialisten gleichsam Körper und Seele. Eine Therapie dauere in der Regel elf Tage.

Künftig soll die "Schmerz-Holine" auch außerhalb der offiziellen Sprechzeiten erreichbar sein. Möglich wird das durch das Freischalten eines Anrufbeantworters. "Wann immer möglich, kontaktieren wir nach der Installation die Anrufer", betont Martina Ziegler-Eschweiler.

Die "Schmerz-Hotline" ist keine Notrufnummer. Bei akuten Schmerzen sollten Patienten ausschließlich den Notruf 112 wählen.