Die fleißigen Helferinnen vom Groß Rodensleber DRK-Ortsverein begrüßen ab sofort alle Spender beim Aderlass in Domersleben. Mit dem Umzug der Rotkreuzgruppe muss hier der große Blutspende-Transporter nicht mehr extra angerollt kommen. Schließlich lohnt sich der Einsatz der Blutspendestation auf vier Rädern erst ab 40 Spendern. Mit der Fusion ließen sich in Domersleben am Montag 50 "anzapfen".

Domersleben l Erstmals haben im Domersleber Kulturhaus die Groß Rodensleber DRK-Ortsvereinsmitglieder den Blutzuckerspiegel der Spender nach deren Aderlass auf Vordermann gebracht. Der Wechsel nach Domersleben schlägt sich schon jetzt positiv in den Zahlen nieder. 50 Spender fanden sich hier am Montag ein. "Darunter waren auch drei Erstspender", berichtet DRK-Ortsgruppenvorsitzende Angela Frommann.

Sowohl in Domersleben als auch in Groß Rodensleben hätten sich im Durchschnitt jeweils immer rund 30 Spender eingefunden. "Für den Lkw des Blutspendedienstes waren das zu wenig. Der Einsatz des ,Anzapf-Mobils` lohnt sich erst ab 40 Spendern", weiß die Ortsgruppenvorsitzende zu berichten. Kosten und Nutzen wären es letztendlich gewesen, die für die Zusammenlegung beider Blutspendetermine ausschlaggebend gewesen wäre, erklärt Sabine Tacke, Blutspendebeauftragte beim DRK-Kreisverband Wanzleben, den Hauptgrund für die Fusion.

Und so kümmert sich ab sofort das Groß Rodensleber Team in Domersleben um die Betreuung der Blutspender. Für die Absicherung der Aderlasstermine hatte hier bis vor kurzem noch die Domersleber Ortsgruppenmitglieder selbst ehrenamtlich gesorgt. "Leider musste unsere langjährige Ortsgruppenvorsitzende Edith Strube (84) aus gesundheitlichen Gründen, und ihre Schatzmeisterin Christiane Schulz, die den Blutspendetermin federführend organisiert hat, ihr Amt niederlegen. Unser Dank gilt ihrem jahrzehntelangem Engagement", erklärt DRK-Kreisverbandsgeschäftsführer Guido Fellgiebel die weitere Beweggründe, die zum Wechsel geführt hätten. "Mit dem Ortswechsel hoffen wir natürlich auch darauf, dass die Domersleber weiterhin fleißig spenden und uns alle Freiwilligen aus Groß Rodensleben folgen werden", sagt die 48-jährige Ortsgruppenvorsitzende. Den ersten Blutspendetermin des Jahres innerhalb der Gemeinde nutzte sie auch, um ihren Mitstreiterinnen Britta Kirchner, Elke Zacharias, Annemarie Ertelt und Silvia Arndt sowie Heike Küster aus Domersleben ein dickes Lob und großes Dankeschön für das geleistete Engagement auszusprechen. Gemeinsam hatten sie für den Auftakt im Domersleber Kulturhaus ein buntes Buffet an- und hergerichtet, bei dem ihre deftig-pikante Hexensuppe nicht fehlen durfte.

"Die Zusammenarbeit läuft wie am Schnürchen, wir sind ein Team", sagt Angela Frommann sichtlich stolz. Und so waren Montagabend innerhalb von zweieinhalb Stunden insgesamt 50 Spender dem Aufruf gefolgt. "Wir freuen uns über jeden Spender und wären natürlich froh, wenn das nächste Mal noch mehr kommen würden", erzählt Frommann, die beim DRK in der häuslichen Krankenpflege tätig ist. Auch mit Blick auf den demografischen Wandel lädt der DRK-Kreisverband Wanzleben zusammen mit dem Landesverband der Rotkreuzler am Sonnabend, 11. April, unter dem Titel "Es gibt keine Ehrenamtlichen mehr" zu einem Workshop nach Wanzleben ein. "Hierzu sind alle interessierten Ortsvereinsmitglieder eingeladen", kündigt Guido Fellgiebel an.

Laut DRK-Kreisverband Wanzleben werden in Deutschland täglich 15000 Blutspenden benötigt. Insgesamt laden die Ortgruppen in diesem Jahr im Verbandsgebiet 63 Mal zum Blutspenden ein. 13 Aderlass-Aufrufe gab es bereits im laufenden Spenderjahr im Verbandgebiet, denen bislang knapp 500 Spender gefolgt sind. Den zweiten von insgesamt vier für Domersleben angekündigten Aderlassterminen nebst einem Imbiss gibt es am Freitag, 22. Mai, wieder von 17 bis 19.30 Uhr im Kulturhaus.

   

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