Das erste Jahr nach dem Neustart unter der Leitung von Peter Walter ist von der Barneberger Feuerwehr als hoffnungsgebend resümiert worden. Der Fortbestand bleibt das wichtigste, aber keinesfalls ein einfaches Bestreben der Ortswehr.

Barneberg l "Ein wirklich turbulentes Jahr für uns", blickte Wehrleiter Peter Walter anfangs seines Rechenschaftsberichts zurück. Nachdem 2013 schon ein Beschluss zur Angliederung in Form einer Löschstaffel nach Hötensleben gefasst war und nur noch der Zustimmung aus dem Innenministerium harrte, versetzte im Frühling 2014 ein neuer Ruck die Barneberger Kameraden in Aufbruchstimmung. Man wollte als Ortsfeuerwehr bestehen bleiben und mit festem Willen die Voraussetzungen dafür schaffen.

Mit der Benennung einer regulären Führungsspitze in Person von Peter Walter und seinem Stellvertreter Meinhard Naaff war der erste Schritt getan. "Da möchte ich mich zuallererst bei unserem Altbürgermeister Joachim Meier bedanken", sagte Walter, "ohne sein unermüdliches Wirken würde es uns als Barneberger Feuerwehr wohl heute nicht mehr geben."

Zuversicht gebe nach wie vor der Personalbestand: "Es sind elf Männer und drei Frauen in der Einsatzabteilung aktiv, dazu kommen im Nachwuchsbereich insgesamt elf Kinder und Jugendliche", so Walter. Insgesamt zähle die Feuerwehr 47 aktive, passive und fördernde Mitglieder. "In Sachen Ausbildungsstand aber", betonte der Wehrleiter, "sehe ich dieses Jahr Handlungsbedarf." Was keine Überraschung ist, denn das war neben der Leitungsbesetzung der zweite Knackpunkt beim Neustart, dem eine gewisse Zeit eingeräumt wurde. "Die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit ist ja nicht von heute auf morgen getan", hatte Verbandsbürgermeister Frank Frenkel dazu angemerkt, die Kameraden aber gleichwohl in die Pflicht genommen, daran zu arbeiten.

Laut Peter Walter soll in erster Linie die Zahl der Atemschutzgeräteträger weiter vorangetrieben werden, ebenso stünden Lehrgänge für Truppmann und Maschinisten bevor. "Ganz wichtig wären auch Ausbildungen zum Gruppenführer oder auch zum Leiter einer Wehr. Damit wären wichtige Grundsteine für die Zukunft unserer Wehr gelegt", fügte Walter an. Trotz aller Turbulenzen sei das Dienstgeschehen nicht zu kurz gekommen: "Durch Dienstabende, Ausbildung und Präsenz zur Absicherung von Veranstaltungen sind rund 800 Stunden zusammengekommen, dazu fünf Einsätze, überwiegend zur Beseitigung von Ölspuren."

Von den Versammlungsgästen, darunter Abschnittsleiter Ralf Lange und Alexander Grund als stellvertretender Gemeindewehrleiter Obere Aller, gab es lobende und bestärkende Worte für die Barneber Bestrebungen, verbunden mit der Zusicherung, das Ziel des Fortbestands zu unterstützen.