Die bucklige Holperpiste zwischen Bergen und Remkersleben gehört zweifelsohne zu den schlimmsten Kreisstraßen, eine Sanierung ist dringend nötig. Doch der für dieses Jahr geplante Baustart hängt an einem seidenen Faden. Denn noch hat die Behörde keinen positiven Fördermittelbescheid.

Remkersleben/Bergen/KleinWanzleben l Sieben Bauprojekte an seinen Kreisstraßen hat sich der Eigenbetrieb für 2015 vorgenommen. Für das größte und kostenintensivste Vorhaben zur Fahrbahnerweiterung und Sanierung der mehr als maroden Kreisstraße 1267 zwischen Bergen und Remkersleben sind 1,3 Millionen Euro vorgesehen.

Doch ein Baustart ist längst noch nicht in Sicht. "Das Projekt haben wir für dieses Jahr mit in den Wirtschaftsplan aufgenommen. Die Fördermittel sind auch beantragt. Doch noch haben wir keine Zusage", erklärte gestern auf Nachfrage Annelen Miehe, Betriebsleiterin vom Eigenbetrieb Straßenbau und -unterhaltung des Landkreises Börde.

Eine Million Euro Investition

Der Ausbau dieser Straße könne nur mit Fördermitteln erfolgen. Die Investitionssumme sei beim Antrag auf einen Fördermittelbescheid mit rund einer Million Euro veranschlagt worden.

"Eine Zeitschiene, wann die Straße ausgebaut werden kann, kann von unserer Seite noch nicht eingeschätzt werden", erklärt Landkreismitarbeiterin Annelen Miehe. "Die Planung dazu läuft aber weiter."

Auf die Frage, ob im Zuge des Ausbaus für die Kreisstraßen-Anlieger in Remkersleben auch ein Stück Gehweg vorgesehen ist, antwortete sie, dass der Landkreis nur für die Sanierung der Straße verantwortlich sei. "Alles andere, wie beispielsweise die Gestaltung der Nebenanlage, liegt in der Zuständigkeit der Stadt."

Stadt-Bauamtsleiter Olaf Küpper hatte in der Planungsfrage um einen Gehweg an den Landkreis verwiesen. "Wir als Kommune haben für dieses Vorhaben an dieser Stelle keinen Gehweg geplant."

Wesentlich detaillierter gestaltet sich die Lage einen Katzensprung weiter im Zuckerdorf. Hier könne die Vollsperrung um die Sanierung der Klein Wanzleber Lindenallee vermutlich im Wonnemonat Mai aufgehoben werden, erklärt Küpper.

Die Straßenbauer liegen weiterhin gut im Zeitplan. Neben einer neuen Straßenbeleuchtung bekommt der Abschnitt im Ort auch einen neuen Gehweg. Die Kosten für den Ausbau der Nebenanlagen in Höhe von rund 200000 Euro stemmt die Stadt. Die Kreisstraße erhält hier auf rund 350 Metern nicht nur eine neue Asphaltdecke, sondern auch eine neue Lindenbepflanzung.

"Einseitig vom ehemaligen Verwaltungsgebäude der Zuckerfabrik bis hin zur Einmündung Kastanienallee", erklärt Küpper den Pflanzplan. In Vorbereitung auf die Verjüngungskur der maroden Straße hatten rund 20 Bäume weichen müssen. Die neuen Linden sollen voraussichtlich im Herbst geliefert werden, hieß es aus dem Rathaus. Die vorläufige Kostenschätzung für das gesamte Bauprojekt liegt derzeit bei einer knappen halben Million, die Fördermittel schon mit einberechnet.

   

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