In der Puschkin-Grundschule in Oschersleben gab es am Mittwoch gleich zwei Anlässe zum Feiern. Thomas Neumann und Gattin Karin hatten vor, ein Porträt des Namenspatrons Alexander Sergejewitsch Puschkin zu übergeben. Die Lions-Damen hingegen zeichneten die Sieger ihres Plakatwettbewerbs aus.

Oschersleben l "Leider ist das Gemälde noch nicht eingetroffen. Es wird aber sicherlich nach den Osterfeiertagen im Flur des Schulgebäudes hängen", versprach Sponsor Thomas Neumann gleich zu Beginn seiner Rede. Seit einigen Jahren arbeitet er in Moskau und habe dort Land und Leute kennengelernt. "Kunst und Kultur sind wichtig. Puschkin ist der Goethe Russlands. Ich finde es schön, wenn sich die Schüler damit beschäftigen", erklärte er seine Idee, der Schule in Oschersleben ein Porträt des Namenspatrons zu schenken.

Dabei handelt es sich um eine Reproduktion in Öl mit dem Titel "Alexander Puschkin in einem Park". Das Original ist ein Aquarell und wurde im Jahr 1899 von dem russischen Künstler Valentin Alexandrowitsch Serow erschaffen.

Vor der Präsentation des Werkes haben Schüler den Lebenslauf Puschkins vorgetragen und so an den Begründer der modernen russischen Literatur erinnert, der 1799 als Sohn eines Gardeoffiziers in Moskau geboren wurde. Sechs Jahre verbrachte er in einer Elite-Lehranstalt in Zarskoje Selo, die am 19. Oktober 1811 eröffnet worden war. Heute trägt sie seinen Namen. Von dort aus erlebte Puschkin auch die Ereignisse des vaterländischen Krieges gegen Napoleon. Im Frühjahr 1820 musste sich Puschkin für einige Spottgedichte verantworten, in denen er Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie den Kriegsminister und den Bildungsminister lächerlich gemacht hatte. Einer Verbannung nach Sibirien entging er jedoch. Die Schüler erinnerten an berühmte Werke des Literaten wie "Ludmilla" oder "Die Hauptmannstochter", aber auch an die Zensur durch den Zaren. Im Jahre 1837 starb Puschkin infolge einer Verletzung, die er während eines Duells mit einem französischen Offizier davontrug.

Im Anschluss waren die Damen des Lions-Club "Oschersleben - Die Börde" an der Reihe. Die Präsidentin Ortrun Akolk und ihre Mitstreiterinnen Marianne Dettmann und Kathrin Wilke ehrten die Besten ihres Plakatwettbewerbs "Ich mal` mir meine Zukunft aus". Chantal Pötzinger konnte mit ihrem Bild die Jury überzeugen und wurde zur Siegerin erklärt. "Der zweite Platz geht in die Grundschule nach Hamersleben. Doch den Namen wollen wir noch nicht verraten", sagte die Lions-Präsidentin. Den 3. Platz belegte Mirja Mewes. "Damit war die Puschkin-Grundschule auch die erfolgreichste Einrichtung, die sich an unserem Wettbewerb beteiligt hat", betonte Akolk.

Beide Mädchen, Schülerinnen der 4. Klasse, haben als Auszeichnung jeweils ein T-Shirt mit ihrem gemalten Bild überreicht bekommen. Zudem überraschten die Lions-Damen mit 100 Euro für die Klassenkasse.

Das Rahmenprogramm der Veranstaltung wurde von den Schülern gestaltet. So waren Gedichte und Lieder über das Leben an der Schule zu hören.

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