In Deutschland werden täglich 15000 Blutspenden benötigt. Um für diesen Fall gewappnet zu sein und Hilfe zu geben, haben sich Wanzleber Bürger dem freiwilligen Aderlass unterzogen.

Wanzleben l Beschauliche Stille liegt über der DRK-Kinder- und Jugendeinrichtung Tenne in Wanzleben. An diesem Ort pulsiert im Regelfall täglich das Leben, wenn Kinder und Jugendliche die Räume der Tenne im Besitz haben. Anders am Mittwochnachmittag, denn dort haben sich zahlreiche Erwachsene eingefunden. Vor den Osterfeiertagen eint die Besucher ein gemeinsames Ziel: sie möchten schenken; Leben nämlich - durch eine Blutspende.

Auf den Liegen haben es sich Heike Dornieden, Bernd Hahn und Stephan Sachse bequem gemacht. Sie erwarten im für die Spendenaktion hergerichteten "Behandlungsraum" den kleinen Piekser, in dessen Folge sie um einen halben Liter Blut erleichtert werden. Rekordhalter am Mittwoch ist gewiss Stephan Sachse. Der 64-Jährige Wanzleber ist zum 141-mal zur Blutspende angetreten. "Seit 1976 bin ich Spender", verrät Sachse, der zudem ein wahrer Glücksfall für potenzielle Empfänger ist. Er ist Universalspender, da er die seltene Blutgruppe 0 hat. Heike Dornieden spendet zum 36. Mal, auf mittlerweile 88 Spenden bringt es Bernd Hahn. Alle eint ein Ziel: "Wir möchten Menschen helfen und spenden aus Überzeugung. Man kann ja durchaus selbst einmal auf Blutspenden angewiesen sein und wäre dann dankbar über fremde Hilfe."

Erika Hatzl, Blutspendebeauftragte, hat mit Sabrina Kircheis, Tenne-Chef Jörg Schulz, Yvonne Kirchhoff, Natalja Donhauser und Birgit Schuchardt ein funktionierendes Team fleißiger ehrenamtlicher Helfer am Start. Die Truppe ist für Planung, Herrichtung der Räume, Dekoration und Versorgung verantwortlich.

Im Durchschnitt stiften 80 Spender ihr Blut. "Das ist ganz ordentlich, lässt aber durchaus Steigerungsmöglichkeiten offen. Jeder zusätzliche Spender ist willkommen", wünscht sich Jörg Schulz noch mehr Resonanz. Erstspender müssen 18Jahre alt sein.