Eine alte Harbker Ostertradition ist im Rahmen der 975-Jahr-Feierlichkeiten von der Gemeinde wiederbelebt worden: das Eiertrudeln. Erfreulich groß war die Beteiligung daran am Ostersonntag.

Harbke l Bis in die 1960er Jahre hinein diente die Anhöhe gegenüber der Turmruine am Ortsrand als Trudelberg. Alljährlich ließ die Bevölkerung dort, vor allem die Kinder, begeistert die ovalen Osterschätze rollen. "Durch Bautätigkeit und Verkehrsplanungen in diesem Bereich war dann jedoch kein Ostereiertrudeln mehr am traditionellen Standort möglich", weiß Bürgermeister Werner Müller. Für die Wiederbelebung des Brauchtums im Jubiläumsjahr hat man dann auch eine etwas zentraler gelegene Stelle ohne störende Bebauung gefunden: den Kastanienberg im Schlosspark.

"Der Trudeltag steht unter einem guten Stern", freute sich Müller über die "tollen Witterungsbedingungen mit Sonne und Windstille". Schon ab Mittag hatten die Organsisatoren vom Kindergarten-Verein "Klein und Groß" sowie vom Schulförderverein die Vorbereitungen getroffen. 120 bunte Eier aus einem von der Kita gebastelten Nest wollten versteckt, das Kuchenbuffet aufgebaut und reichlich Kaffee für den spaßigen Nachmittag gekocht werden.

Mit großer Spannung wartete man schließlich auf die Besucher - und sie kamen zahlreich von ganz jung bis über 80 Jahre alt. Werner Müller gab den Start fürs fröhliche Eiersuchen auf der Parkwiese frei. Rund 40 Kinder plünderten die Verstecke. Die Eier hatte der örtliche Geflügelzuchtverein gespendet. Nachdem alle 120 Eier gefunden waren, konnte die heiß ersehnte Trudelei beginnen. Freilich am steilsten Hang des Kastanienbergs und mit fünf großen Pappeiern als Trudelziel. Wer eines der Zieleier traf, durfte den süßen Inhalt als Gewinn behalten. "144 Überraschungseier standen uns dafür dank einer Spende von `Toys r Us` zur Verfügung", so Müller- Viel zu tun also für die Helfer, die die großen Eier immer wieder neu befüllen mussten.

Und nachher ließen sich auch die Erwachsenen den Trudelspaß nicht entgehen. Zu guter Letzt galt es noch, den Osterhasen ausfindig zu machen. Zum Glück hatte er eine Spur mit bunten Eierschalen hinterlassen. Dieser Fährte folgend, kamen die Kinder dem Langohr schnell auf die Schliche und wurden auch dafür mit Süßigkeiten belohnt.

Der Bürgermeister resümierte zufrieden: "Die Veranstaltung ist bei den Bürgern toll angekommen, verbunden mit der Aufforderung, dies im nächsten Jahr und vielleicht auch als neue Tradition in der Gemeinde zu wiederholen. Vielen Dank an alle Sponsoren und Helfer."