Der Rettungsdienst der Malteser der Bereiche Oschersleben und Völpke ist im Jahr 2014 zu insgesamt rund 6900 Einsätzen ausgerückt. Dabei wurden mit den sieben Fahrzeugen 225500 Kilometer zurückgelegt.

Oschersleben l "Bei rund zwei Dritteln aller Fahrten handelte es sich um internistische und neurologische Einsätze wie Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Bewusstlosigkeiten", sagte der Leiter des Malteser Rettungsdienstes im Bördekreis, Tobias Niemann. So wurden von den 35 Rettungssanitätern, Notfallsanitätern und Rettungsassistenten im Altkreis Oschersleben insgesamt rund 4100 Einsätze mit dem Rettungswagen gefahren. Nach nur einer Minute nach Alarmierung über die Leitstelle in Haldensleben seien die Fahrzuge bereits auf der Straße.

"Die Rettungswagen sind unsere kleinen Intensivstationen auf vier Rädern", erklärt Niemann und beschreibt: "Hier ist alles drauf, um Leben zu retten und zu erhalten." Dazu gehörten Defibrillatoren, EKG, Spritzenpumpe oder Absauggeräte. Diese seien zumeist nach Verkehrs- und Arbeitsunfällen oder Herzinfarkten zum Einsatz gekommen.

Das kleinere Notarzteinsatzfahrzeug musste im vergangenen Jahr etwa 1500 Mal ausrücken. "Die Notärzte sind allerdings keine Mitarbeiter der Malteser, sondern werden über die Dienstpläne der Kassenärztlichen Vereinigung eingesetzt", erläutert der Rettungsdienstleiter.

Die dritte Gruppe an Einsätzen bilde die der Krankentransporte. Etwa 1300 Patienten wurden im Jahr 2014 laut Niemann beispielsweise aus dem Krankenhaus in Altenheime gebracht oder aus Altenheimen zu medizinischen Spezialisten.

"Damit haben unsere fünf Rettungswagen, ein Notarzt-Einsatzwagen sowie ein Krankentransportwagen im vergangenen Jahr etwa 225500 Kilometer zurückgelegt. Das sind sage und schreibe weit mehr als fünf Mal um den Globus", macht Tobias Niemann die Fülle an Einsätzen deutlich.

Doch die 7 Frauen und 28 Männer waren 2014 nicht nur zu Rettungseinsätzen unterwegs. "Wir leisten in Zusammenarbeit mit dem `Arbeiter Samariter Bund` und den `Johannitern` auch Katastrophenschutz. Dazu würde beispielsweise die Betreuung von Staugeplagten auf einer schneeverwehten Autobahn gehören", führt Rettungsleiter Tobias Niemann an und ergänzt: "Auch Einsätze wie zu Hochwassern kommen immer wieder vor. Darüberhinaus sichern wir als Sanitätsdienst auch zahlreiche Veranstaltungen wie Fußballspiele oder Rennveranstaltungen medizinisch ab."

Seit dem 1. Februar 2011 sind die Malteser im Altkreis Oschersleben für den Rettungsdienst zuständig. In den ersten zwei Jahren waren die "Mitarbeiter in Weiß" rund 13000 Mal im Einsatz und legten dabei 600000 Kilometer zurück.