Die Aktion Frühjahrsputz des Hötensleber Sportvereins hat sich als bitter notwendig herausgestellt. Ein Container reichte nicht, um den gesammelten Unrat aus Dorf und Flur zu entsorgen.

Hötensleben l "Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann - oder besser nicht", merkte Hötenslebens Umweltausschussvorsitzender René Müller lakonisch an und dankte zugleich den Helfern: "Dem Aufruf des Sportvereins folgten erfreulich viele Freiwillige, die bei diesem guten Wetter sicherlich auch zu Hause gut zu tun gehabt oder ohne diese Umweltsünder einen schönen Tag im Garten verbracht hätten."

Auf Seiten des Sportvereins, der erstmalig eine derartige Müllsammlung in und um Hötensleben initiiert hatte, rechnete man zwar mit einer durchaus großen Ladung an Unrat, dennoch war man von diesem Ausmaß illegaler Entsorgung überrascht: "Die von rund 30 Helfern aus Gräben, Grünflächen, Feld- und Radwegen zusammengetragene Müllmenge in nur vier Stunden Sammelzeit war erschreckend", teilte der Verein mit. Und weiter: "Welche Akribie unbelehrbare Mitmenschen bei der Entsorgung ihrer Hinterlassenschaften entwickeln, ist einfach schockierend." Daher gehe "ein besonderes Dankeschön an die am Putzeinsatz Beteiligten, die das Dorf fleißig und unermüdlich vom Müll befreit haben."

Rund 16 Kubikmeter Unrat stapelten sich letztlich auf dem Sammelplatz: Müllsäcke, Flaschen, Altpapier, Farbeimer, Auslegware, Metallschrott und vieles Kopfschüttelnerregendes mehr. Bei weitem also keine Dinge, die sich mal so eben zersetzen, "sondern schlicht illegal und auch strafrechtlich relevant abgeladen worden sind", wie der Sportverein in seiner Erklärung betont.

Das Fassungsvermögen des bereitgestellten Entsorgungscontainers reichte an diesem Tag nicht aus, es musste noch ein zweiter angefordert werden. Und weil wohl alle Appelle und einfachen legalen Entsorgungsmöglichkeiten nicht helfen werden, haben sich die Vereinsverantwortlichen noch am selben Tag darauf verständigt, den Frühjahrsputz als wiederkehrende Aktion in den jährlichen Veranstaltungsplan aufzunehmen: "In Kooperation mit der Gemeinde soll das helfen, das Ziel einer sauberen Gemeinde zu erreichen."

Voraussichtlich werde man im Herbst schon den zweiten Einsatz durchführen. Man will auch "ein aufmerksames Auge" darauf haben, Frevler zu erwischen oder zu ermitteln.