Der Tag der offenen Tür in der Grundschule war am Sonnabend gut besucht. Ein Erfolg war die Veranstaltung auch, weil gleich mehrere Partner das Konzept mit Leben erfüllt haben.

KleinWanzleben l Einmal in die Schule gehen und nicht das Einmaleins büffeln oder für das nächste Diktat üben - in der Klein Wanzleber Grundschule war das am Sonnabend möglich. Hier wurde zum Tag der offenen Tür eingeladen. In die Klassenräume führte Schulleiterin Sabine Dehnert lediglich zum Gucken und nicht zum Lernen.

Vom Erdgeschoss bis unter das Dach gab es in den Klassen- und Fachräumen einiges zu entdecken. "Was wir reichlich haben, ist Platz", nannte die Schulleiterin einen Vorteil des großen Hauses. Derzeit lernen hier 65 Kinder. Und sie beweisen, dass sie kreativ sind. Sabine Dehnert verwies auf die gebastelten Figuren, die in mehreren Klassenräumen zur Schau standen. "Das sind Klaro und Klara, die Maskottchen unseres Profils `Gesund und fit - mach auch mit`", fügte sie hinzu. Drei Klassen seien darin zurzeit eingebunden.

Zum Schulprofil gehört aber außerdem, dass sich die Kinder mit der früheren Zeit beschäftigen. Eine Schulküche und das Schulmuseum im Obergeschoss bieten dafür eine ideale Grundlage. Auch hier wurde am Sonnabend Einblick gewährt.

Einen starken Partner für den Tag der offenen Tür hat das Kollegium der Grundschule in diesem Jahr erstmals in dem Kinderförderverein "Groß für Klein" gefunden. Seit dem vergangenen Januar bündeln die ehemaligen Fördervereine der Schule und der Kindertagesstätte unter dem Dach des Kinderfördervereins ihre Kräfte. Die 40 Mitglieder sahen den Tag der offenen Tür in der Grundschule als ihre offizielle Gründungsveranstaltung an. "Wir wollen beide Einrichtungen bei ihren Veranstaltungen unterstützen", erklärte Nancy Flügel als Vereinsvorsitzende die Pläne. Ebenso soll an Aktionen festgehalten werden, die der Schul- und der Kita-Förderverein bisher separat voneinander gestemmt haben. Arbeitseinsätze sind dabei angedacht, aber auch die jährliche Würdigung besonderer Leistungen der Grundschüler soll beispielsweise beibehalten werden.

Ein Projekt konnte, wie Nancy Flügel stolz berichtete, bereits in den ersten Monaten des Bestehens des neuen Kinderfördervereins "Groß für Klein" umgesetzt werden: "Wir haben neue Inliner und Helme für die Hortkinder angeschafft." Jedoch sind bereits die nächsten Projekte ins Auge gefasst. Sowohl die Kita als auch die Grundschule brauchen neue Geräteschuppen für die Kinderfahrzeuge wie Roller und ähnliches. Dafür werden noch Sponsoren gesucht, sagt die Vereinsvorsitzende, nicht ohne den bisherigen Sponsoren der Fördervereine für ihre Unterstützung zu danken.

Schulleiterin Sabine Dehnert wusste unterdessen die Unterstützung des Fördervereins bei ihrem Tag der offenen Tür zu schätzen: "Dadurch, dass Schule, Kita und Förderverein gemeinsam hier sind, kann man viel mehr machen." So brachten ein Flohmarkt, alte Spiele, Basteleien und die Hüpfburg viel Abwechslung.

 

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