Zahlreiche Harbker haben sich an den jüngsten Aufräumaktionen in der Gemeinde beteiligt. In der Orangerie war ein Frühjahrsputz angesagt, und der Hegering "Ost Lappwald" ging in der Feldflur auf Müllpirsch.

Harbke l Alle zwei Jahre begibt sich der Hegering auf die überörtliche Müllpirsch. "Und leider müssen wir immer wieder feststellen, dass es auch bitter nötig ist", merkt Vorsitzender und Harbkes Bürgermeister Werner Müller bedauernd an. "Die Hoffnung, dass es mit der illegalen Müllbeseitigung besser wird, haben wir im Laufe der Jahre aufgegeben. Dennoch stellt sich uns immer die Frage, warum in die Landschaft kippen, wenn es auch an der eigenen Haustür abgeholt wird."

Möbel, Flaschen, Büchsen, Schrott und Plastikabfälle habe man in Hülle und Fülle aufgefunden - "im Grunde nichts, was besondere Maßnahmen zur Entsorgung verlangen würde", zeigt Müller Unverständnis für die Vermüllung von Wald und Flur. "Teilweise wurde der Müll ins Dickicht gestopft oder Böschungen hinunter geworfen, was das Bergen noch zusätzlich erschwerte."

Jäger und Naturfreunde von Hötensleben bis Marienborn beteiligten sich an der mittlerweile fünften Hegering-Müllsammlung und hatten die Feldmark am Ende von rund 20 Kubikmeter Unrat befreit. "Es bleibt also wohl auch weiterhin eine wichtige Aufgabe, um unsere Natur in einem gepflegten und möglichst müllfreien Zustand zu erhalten", so Müller, der den Helfern für ihren Einsatz und Familie Gröbke für die gastronomische Betreuung dankte. Den benötigten Container hatte das Umweltamt des Landkreises auf dem Hof der Harbker Agrargenossenschaft bereitgestellt.

Nicht um Müll, sondern um Frühlingsglanz zur Parksaison ging es beim Arbeitseinsatz an und in der Harbker Orangerie. Mehr als 20 Helfer, die große Mehrzahl davon Frauen, war dem Aufruf der Gemeinde gefolgt. "Der Frühjahrsputz an der Orangerie hat zwar schon Tradition", erklärt Werner Müller, "trotzdem ist es keine Selbstverständlichkeit, dass sich Bürger dafür engagieren, weshalb hier ein Riesendankeschön angebracht ist." Das Großreinemachen musste diesmal mit Verspätung angegangen werden, da Sturmtief "Niklas" den ursprünglichen Termin hinwegwehte.

Pünktlich zur Orangerie-Eröffnung am 1. Mai aber ist das Schmuckstück nun auf Vordermann gebracht worden. Aufwendigste Aufgabe ist immer das Fensterputzen an der gläsernen Halle, da ist keine helfende Hand zu viel des Guten. Es wurden drinnen außerdem Decken, Wände und Fußböden sowie die Tische und Stühle gereinigt. Draußen widmeten sich die Helfer der Pflege von Beeten und Rasenflächen rund um die Orangerie. Café-Betreiber Falk Herzberg wartete seine Gastronomie-Anlagen und kündigte an: "Zum Feiertag diesen Freitag ist die Orangerie ab 12 Uhr geöffnet, es wird Erbsensuppe mit Bockwurst und Gegrilltes geben."

Werner Müller ergänzte: "Die Helfer haben ganze Arbeite geleistet, jetzt können wir uns auf viele Parkbesucher und einen hoffentlich schönen Sommer freuen."

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