In Langenweddingen sind Ortsbürgermeisterin Jutta Spurek und die Mitglieder des Ortschaftsrates bemüht, Ordnung und Sauberkeit im Dorf zu haben. Einwohner machen die Ortschefin regelmäßig auf Missstände und Dreck- ecken aufmerksam.

Langenweddingen l Wenn Jutta Spurek (Die Linke) durch das Dorf geht oder fährt, bleibt sie nicht lange unerkannt. Kein Wunder. Seit 1979 ist sie außer mit einer kurzen Unterbrechung während ihres Studiums in der Kommunalpolitik aktiv. Jetzt steht die 61-Jährige in der zweiten Wahlperiode als Ortsbürgermeisterin von Langenweddingen an der Spitze des Ortschaftsrates. Deren Mitglieder wählten sie 2009 in diese verantwortungsvolle Position. Auch sitzt Jutta Spurek für die Linke im Gemeinderat.

Bei ihren Rundgängen durch das Dorf oder bei ihren regelmäßigen Bürgersprechstunden machen die Einwohner Langenweddingens ihre Ortsbürgermeisterin Jutta Spurek auf Missstände oder Dreckecken aufmerksam. "Wir sind dann immer bemüht, im Rahmen unserer Möglichkeiten und mit Hilfe der Einheitsgemeinde Sülzetal Abhilfe zu schaffen", verdeutlicht Jutta Spurek. Eine spürbare Hilfe seien dabei die Mitarbeiter des Bauhofes, die in Langenweddingen und den anderen Mitgliedsorten des Sülzetals unterwegs sind, um für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Nach Einschätzung von Jutta Spurek habe es sich bewährt, dass sie sich jeden Donnerstag um 9 Uhr mit den Bauhofleuten treffe, um anliegende Arbeiten zu besprechen.

Am Tag ihres Ortsrundgangs trifft Jutta Spurek Thomas Krause und Holger Linde vom Bauhof der Einheitsgemeinde Sülzetal auf dem Friedhof in Langenweddingen an. Zusammen mit ihrem Kollegen Lothar Stieler haben die beiden Männer dort den Ablageplatz für Bioabfälle, die bei der Grabpflege anfallen, aufgeräumt. Diese Abfallplätze gibt es in der bisherigen Art auf dem Friedhof nicht mehr. Statt dessen stellt der Bauhof Container auf, in denen die Bürger die Abfälle werfen können. Daneben stehen Kübel, in die Plastikabfälle oder Vasen und Blumentöpfe gehören. Mit diesem neuen System der Mülltrennung gehören die bisherigen Müllablageplätze der Vergangenheit an. "Die Besucher müssen das neue System jetzt nur noch annehmen", hofft Jutta Spurek.

In der Robert-Koch-Straße haben Einwohner Jutta Spurek auf einen großen Berg mit Grünschnitt aufmerksam gemacht. Der liegt bereits seit Wochen neben einem Transformatorenhäuschen, das dem Energieversorger Avacon gehört. Wie Jutta Spurek nach Rücksprache in der Gemeindeverwaltung erfährt, sei das Problem bekannt und werde nach Absprache mit dem Energieversorgungsunternehmen demnächst geklärt. Avacon hatte Bäume beschneiden lassen, die drohten, in die oberirdischen Stromleitungen zu wachsen. Diese Äste liegen nunmehr neben dem Trafohäuschen und sollen in absehbarer Zeit abgefahren werden.

Ebenso kritisieren die Einwohner den oftmals verstopften Ablauf der Tränke und des nachfolgenden Wasserlaufs. Darin schwimmen unter anderem Äste, die zusammen mit dem Bewuchs den Abfluss des Wassers behindert, was regelmäßig zu Überschwemmungen in diesem Bereich führt. Jutta Spurek sehe gerade hier die Unterhaltungsverbände in der Pflicht, die für die Pflege dieser Gewässer verantwortlich seien und dafür Gebühren von der Gemeinde kassieren würden.

Grundsätzlich appelliert Jutta Spurek an alle Langenweddinger, sich persönlich um die Sauberkeit im Dorf zu bemühen. Gerade die Hundebesitzer seien in der Pflicht, die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge von den öffentlichen Straßen und Plätzen zu entfernen. "Auch wenn der Gemeinderat die Hundesteuer erhöht hat, heißt das nicht, dass überall die Tretminen liegen müssen", sagt Jutta Spurek.

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