Seit einigen Wochen steht bei den Klein Wanzleber Feuerwehrleuten ein neues Fahrzeug in der Garage: Ein sogenannter Gerätewagen "Dekon-P". Er kommt landkreisweit zum Einsatz, wenn die Klein Wanzleber als Einheit des Fachdienstes ABC des Landkreises alarmiert werden.

KleinWanzleben l Die Dekontamination gehört zu den Spezialgebieten der Klein Wanzleber Feuerwehrleute. Und das schon seit 1999, wie Ortswehrleiter Henning Helmecke sagt. So lange nämlich schon gehört ein Dekontaminationsfahrzeug zum Fuhrpark der Wehr.

Es rückt beispielsweise aus, wenn, so wie im vorigen Jahr, auf dem Gelände einer Spedition in Uhrsleben eine Chemikalie ausläuft. In so einem Fall müssen die Kameraden, die in Chemikalienschutzanzügen im Einsatz sind, anschließend dekontaminert werden. Entsprechendes Material, damit die Klein Wanzleber Kameraden als "Saubermänner" in Aktion treten können, haben sie auf dem Dekontaminationsfahrzeug an Bord.

"Wir stellen mit unserem Mannschaftstransportfahrzeug, unserem Löschfahrzeug LF 20/16 und dem Dekon-P den Zug `Dekontamination` des Landkreises", erklärt Henning Helmecke. Besonders stolz macht ihn, dass nun eine neue Generation des "Dekon-Fahrzeuges" das alte Modell ablöst.

Das Konzept des neuen Fahrzeuges sei gegenüber dem Vorgängerfahrzeug komplett überarbeitet worden. "Vieles ist bei der Beladung schon gelöst, was wir bei dem Vorgänger erst selbst umgebaut haben", so der Ortswehleiter. Als Beispiel führt er die Transportwagen zum Verstauen der Gerätschaften an, die die Klein Wanzleber damals mit handwerklichem Geschick selbst gebaut haben. In dem neuen Dekontaminationslastkraftwagen Personen, kurz Dekon-P, waren die Transportwagen schon inklusive. Wie diese auf der Ladefläche angeordnet werden müssen, damit alles passt, wissen derzeit vor allem die Kameraden Rainer Lux, Jacqueline Hause und Tobias Digulla. Sie haben das Bundesfahrzeug nicht nur aus Ahrweiler bei Bonn abgeholt, sondern sich auch umfangreich schulen lassen.

Ihr Wissen geben sie nun an den Dienstabenden an ihre Kameraden weiter, denn letztlich sollen alle im Ernstfall mit dem neuen Fahrzeug und den Materialien vertraut sein. So auch der Einmanndusche und den drei Zelten, die sie beim jüngsten Dienstabend am Mittwoch auf- und abgebaut haben.Die Zeltstrecke ist beheizbar und das Duschzelt kann mit einem Warmwassererzeuger betrieben werden. So ist nicht nur die Dekontamination von Einsatzkräften nach radioaktiven, biologischen oder chemischen Unfällen möglich, sondern bei größeren Ereignissen auch von "zivilen" Personen.

"Wir machen uns nach und nach mit den Geräten vertraut", sagt Henning Helmecke. Deshalb bleibt auch das alte Dekontaminationsfahzeug noch eine Weile in Klein Wanzleben.

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