Starke, junge Männer des Sportvereins Langenweddingen haben am Donnerstag vor dem Bürgerhaus den Maibaum aufgestellt. Im Anschluss daran entzündete die Feuerwehr auf dem Festplatz das Maifeuer.

Langenweddingen l Fast wäre das Aufstellen des Maibaums am Donnerstag in Langenweddingen sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Ortsbürgermeisterin Jutta Spurek (Linke) und Ute Steffen von der örtlichen Frauengymnastikgruppe schauten am Abend kurz vor 18 Uhr vor dem Bürgerhaus immer wieder besorgt in den grauen Himmel. Immer wieder peitschten Regenschauer über das Sülzetal.

Dann hörte der Regen auf. Sogar die Sonne lugte zwischen zwei Schauern für kurze Zeit aus den dunklen Regenwolken. Dieses Zeitfenster nutzten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Langenweddingen unter der Führung ihres Wehrleiters Maik Schneemann, um vom alten Festplatz in der Nähe der Tränke den Umzug zum Aufstellen des Maibaums losmarschieren zu lassen. Unter den Klängen der Schalmeienkapelle Sülldorf setzte sich das Marschband in Bewegung. Hinter den Musikern schleppten die Nachwuchshandballer der C-Jugend des Sportvereins Langenweddingen unter Anleitung ihres Sportvereinsfunktionärs Olaf Heinrich den schweren Mast für den Maibaum vom Festplatz über die Lange Straße vor das Bürgerhaus am Jubelberg. Dort hatten sich trotz des miesen Wetters etliche Langenweddinger eingefunden, um das Aufstellen des Maibaums mitzuverfolgen.

Dann verlief die Aktion ganz schnell. Helfer befestigten die Krone an der Spitze des Maibaums. Die jungen Handballer steckten das untere Ende des Pfahls in das Erdloch und wuchteten den Maibaum mit dem grünen Kranz an der Spitze unter dem Beifall der Zuschauer in die Höhe. "Ohne das ehrenamtliche Engagement der Langenweddinger wären solche Veranstaltungen im Dorf nicht möglich", sagte Jutta Spurek in einer kurzen Ansprache zu den Einwohnern.

Wie Ute Steffen berichtete, haben die Sportlerinnen der Frauengymnastikgruppe Langenweddingen in diesem Jahr zum fünften Mal den Kranz für den Maibaum gebunden. Neben ihr waren daran maßgeblich noch Birgit Schmudlach und die Familie Herud beteiligt, auf deren Hof der Kranz vornehmlich aus Koniferengrün gebunden worden sei. Das Metallgestell für den Kranz hatte die Langenweddingerin Handwerkerin Christiane Kärsten hergestellt.

Nach dem erfolgreichen Aufstellen des Maibaums vor dem Bürgerhaus marschierten Feuerwehr, Sportler und Bürger mit Schalmeienmusik zurück zum Festplatz. Dort entzündeten Kameraden der Feuerwehr das Maifeuer und sorgten für die Versorgung der Besucher mit Speisen und Getränken. Da es sich ja um die Walpurgisnacht handelte, kürte eine Jury zu späterer Stunde die "Schönste Hexe" und den "Schönsten Hexer" im Bördedorf Langenweddingen.