Sind Sie vielleicht der Meinung, dass Bürger viel zu selten etwas über ihre Ansichten zu den Dingen in ihrem Umfeld zu sagen haben? Dann nutzen Sie doch jetzt die Gelegenheit! Machen Sie ganz einfach mit bei der großen Leser-Befragung der Volksstimme. Drei lokale Themen haben wir für Sie aufgegriffen.

Oschersleben l In der täglichen Arbeit werden die Volksstimme-Redakteure mit einer Vielzahl an Themen konfrontiert. Auf viele dieser Probleme machen Sie, liebe Leserinnen und Leser, unsere Redaktion aufmerksam. In vielen Bereichen ist es spannend, was die Mehrheit der Leser darüber denkt. Schließlich gibt ein solches Votum möglicherweise Auskunft darüber, welche Chancen ein Projekt oder eine Entscheidung haben könnte.

Sollen die Gebühren für Trauerhallen runter?

So liegt bespielsweise in Oschersleben die erst am 1. Oktober des vergangenen Jahres vom Stadtrat beschlossene Friedhofsgebührensatzung wieder auf dem Tisch. Hintergrund sind vor allem die mit dieser Satzungsänderung gestiegenen Kosten für die Nutzung der Trauerhallen auf den Friedhöfen der Kernstadt und der Ortsteile. Seit 8. November des vergangenen Jahres sind nämlich nicht nur die Entgelte für die unterschiedlichen Bestattungsarten um etwa 16 Prozent gestiegen. Die Gebühren für die Trauerhallen stiegen sogar von seinerzeit 150 auf 310 Euro, also um mehr als 100 Prozent.

Daraufhin wurde die von den Stadträten verabschiedete Satzung heftig kritisiert. Für die Freie Unabhängige Wählergemeinschaft (FUWG) im Oschersleber Stadtrat Gründe genug, einen Antrag auf eine Änderung der Satzung im Stadtrat zu stellen. Die Fraktion schlägt vor, die Benutzungsgebühr für die Friedhofskapellen für Trauerfeiern auf 155 Euro zu senken. Die einst beschlossene Gebühr in Höhe von 310 Euro "stellt eine Kostenerhöhung zur bis dahin bestehenden Gebühr von rund 100 Prozent dar. Dieser Erhöhung innerhalb von drei Jahren ist unzumutbar", heißt es in der Begründung. Der Antrag der Fraktion FUWG wurde am Mittwochabend in der Sitzung des Oschersleber Stadtrates in die Ortschaftsräte und die Ausschüsse verwiesen. Sollte die Satzung also tatsächlich wieder verändert werden?

Sollen die Ortswehren zusammengeführt werden?

Die zweite Frage betrifft die Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Westliche Börde. In den Städten Gröningen und Kroppenstedt sowie den Gemeinden Ausleben und Am Großen Bruch gibt es insgesamt elf Feuerwehren. Mitgliederzahl, Einsatzbereitschaft, Ausstattung oder auch die Zahl der Einsätze sind mitunter recht unterschiedlich. Nicht zuletzt aus finanzieller Sicht stellt sich die Frage, ob nicht Wehren zusammengelegt werden sollten. Wobei dabei nicht nur beachtet werden muss, den Brandschutz flächendeckend aufrecht zu erhalten. Zudem muss berücksichtigt werden, dass die Feuerwehren in den Orten nicht nur Rettungsdienstleister, sondern auch Kulturträger sind.

Warmes Wasser trotz Minus in der Kasse

Unsere dritte Frage beschäftigt sich mit dem Wanzleber Spaßbad und der desolaten Haushaltslage. Die Beheizung des Freibades kostet die Stadt pro Saison mehrere tausend Euro. Mit der neuen Freibadsatzung hat der Stadtrat jüngst erneut grünes Licht zur weiteren Beheizung der "Wanzleber Wanne" gegeben, um den Badegästen eine Wassertemperatur von wohligen 25 Grad bieten zu können. Doch sollte mit Blick auf die mehr als desolate Haushaltskasse an diesem Kostenpunkt nicht doch geschraubt werden? Oder sollte für dieses Alleinstellungsmerkmal immer Geld da sein?

Themen werden noch näher beleuchtet

In den nächsten Tagen werden wir die drei Themen noch näher beleuchten. Also, liebe Leser: Diskutieren Sie mit, schreiben Sie uns Ihre Meinung. Nehmen Sie dafür den obenstehenden Coupon. Kreuzen Sie Ihre Meinung an und schicken Sie ihn an die Volksstimme, Vertriebsmarketing, Bahnhofstraße 17, 39104 Magdeburg. Per Fax ist das möglich unter der Rufnummer 0391/5999533. Und wenn Sie Ihre Meinung online abgeben wollen, dann geht das unter www.volksstimme.de/leserbefragung. Unter allen Einsendungen werden Tank-Gutscheine verlost. Dazu müssen Sie aber Ihre Anschrift notieren. Einsendeschluss ist der 20. Mai. Dann werden die Stimmen ausgewertet, und Sie werden erfahren, wie die Mehrheit der Teilnehmer entschieden hat. Dabei zählt auch Ihre Meinung! Machen Sie mit.