Tierischen Besuch hat die Osterweddinger Kindertagesstätte "Villa Kunterbunt" erhalten. Zu Wochenbeginn machte der Hundebesuchsdienst "Helfer auf vier Pfoten", er war einer Einladung der Kita gefolgt, im Sülzetal Station.

Osterweddingen l Die Hauptattraktionen des Tages hören auf die Namen "Spike", "Susi", "Bonny", "Charly" oder "Pia". Die Kitagruppen "Kleine Strolche" und "Gummibärenbande" erwarten voller Vorfreude den Moment, die besten Freunde des Menschen endlich streicheln und mit ihnen umherspazieren zu können. Berührungsängste kennen die Kinder nicht. Völlig unbefangen gehen sie mit den Tieren um. Erklärter Liebling der Mädchen und Jungen ist zweifelsohne die Leonberger-Hündin "Susi". Die visuelle Wahrnehmung verrät es: "Susi" ist ein kraftvoller, groß gewachsener und obendrein respekteinflößender Koloss von locker 70 Kilogramm Körpergewicht. Angst ist aber fehl am Platze, denn "Susi" entpuppt sich als sanfte Riesin, die entspannt die Streicheleinheiten sichtlich genießt, wie Herrchen Hans-Jürgen Bremer, Mitglied des Vereins Burger Hunde- und Naturfreude, weiß. "Meine Hündin hat die Begleithundeprüfung absolviert und von einem Tierarzt die erforderliche Familientauglichkeit bescheinigt bekommen. Sie hat auch den Stresstest bestanden", so Bremer.

Lokalkoordinator Thomas Jaeger steht dem Burger Verein vor. Er hat seinen kräftigen Rottweiler "Spike" mitgebracht. Auch "Spike" ist die Ruhe selbst und lässt Gunstbeweise der Kita-Kinder geduldig über sich ergehen. "Unser Ziel der Aktion ,Helfer auf vier Pfoten` ist, dass die Kinder Ängste gegenüber Hunden abbauen. Außerdem lernen sie richtiges Verhalten beim Umgang mit Hunden", beschreibt Jaeger das Gemeinschaftsprojekt des Verbandes für das Deutsche Hundewesen und dem Deutschen Verband der Gebrauchshundsportvereine. Besucht werden Schulen, Kindergärten oder auch Seniorenheime. "Die uns begleitenden Vierbeiner haben den Eignungstest ,Leben mit Tieren` bestanden", macht Thomas Jaeger deutlich.

Vor Kontaktaufnahme zum Tier bekommen die Kinder wertvolle Hinweise - die zwölf goldenen Regeln - im Umgang mit Hunden vermittelt. Beispielsweise müsse vor dem Streicheln des Tieres immer erst der Hundebesitzer gefragt werden, lautet eine Regel. Weitere warnen davor, dem Hund das Futter wegzunehmen oder ihn am Schwanz zu ziehen. Im Frage-Antwort-Spiel werden wesentliche Dinge besprochen, die Kinder stellen sich dabei durchaus wissend an.

Der Theorie folgt die lang ersehnte Praxis. Unter Anleitung der Hundeführer werden unterschiedliche Übungen durchgeführt. Großes Vergnügen bereitet Mensch und Tier eine Gasse, die die Kinder aufbauen. Sie stellen sich hintereinander auf und lassen einen Hund durch ihre Beine laufen, der dafür ein Leckerli abstaubt. Aber den Hund im Freien an der Leine zu führen, ist das Größte für die Kleinen. Insbesondere "Susi" ist begehrt. Gemütlich trottet der Hund, der für ein Kuscheltier wahrlich zu groß geraten ist, neben Kindern her, die einen Kopf kleiner sind.

Über den Besuch der "Helfer auf vier Pfoten" freute sich Annemarie Lampe, Leiterin der "Villa Kunterbunt". "Die ,Helfer auf vier Pfoten` haben uns schon einmal besucht. Dieser Besuch hat uns so gefallen, so dass wir die Burger Hundefreunde noch ein zweites Mal eingeladen haben."