Als wirkliche Improvisationskünstler haben sich Mitglieder des Vereins "Freizeit 2000" und Klein Rodensleber Bürger erwiesen. Dank Einfallsreichtum und Entscheidungsfreude ist deren Frühlingsfest wie geplant durchgezogen worden.

KleinRodensleben l Das Festzelt war aufgebaut, Schausteller hatten ihre Buden geöffnet, als am Freitag gegen 17 Uhr das Telefon der Verantwortlichen schellte. Die Versorgung der Festbesucher mit Speisen könne nicht stattfinden - der Anbieter sei durch einen Unfall außer Gefecht gesetzt. So lautete die Hiobsbotschaft an Ortsbürgermeister Norbert Hoße und Freizeitvereinschefin Ursel König. Nun war guter Rat teuer, erklärte Norbert Hoße. "Wir sind sofort aktiv geworden und haben den Versuch unternommen, einen anderen Anbieter zu besorgen, der die Versorgung von Freitag bis Sonntag übernehmen könnte. Dieser Versuch blieb jedoch erfolglos."

Um 18.30 fiel die Entscheidung, zunächst den Freitagabend durch Eigenversorgung und Mitglieder des Vereins "Freizeit 2000" abzusichern. In einer Hauruckaktion wurden alle erforderlichen Dinge besorgt, sehr zur Freude von Ursel König. "Neben den Helfern, die sich um Grillgut, Grill und sonstiges vorbereitendes Zubehör kümmerten, haben wir besonders den Grillmeistern Sven Vasvenszki und Christoph Daur zu danken, dass am Freitagabend pünktlich zum Programmstart mit der Disco ab 21 Uhr überhaupt noch etwas gegessen werden konnte."

Am Sonnabend um 8.30 Uhr sagte der letzte externe Anbieter zur Essensversorgung für das Restwochenende ab - erneut eine wenig erfreuliche Nachricht. Wieder musste zügig improvisiert werden.

"Ronny und Astrid Harms vom ortsansässigen Lebensmittelgeschäft und auch Vereinsmitglieder haben erneut die Aufgabe übernommen, fast Unmögliches noch möglich zu machen", beschrieb der Ortsbürgermeister die angespannte Situation. Dank funktionierender Nachbarschaftshilfe wurde aus Hemsdorf eine Feldküche beschafft und ertönte damit der Startschuss zu einer rundum gelungenen Versorgung aller Festgäste am Wochenende. Ob Erbsen- und Gulaschsuppe sowie Würstchen aus der Gulaschkanone, Kassler oder Pökelnacken frisch zubereitet, es war für jeden etwas "Warmes" da und kein Besucher des Frühlingsfestes musste "Kohldampf" schieben. Und da gab es ja noch die Grillmeister Sven Vasvenszki und Christoph Daur.

"Den genannten Helfern in der Not sei noch einmal recht herzlich gedankt, dass sie weder Zeit noch Mühen gescheut haben, die kulinarische Versorgung des Frühlingsfestes abzusichern. So wurde aus dem Fest über drei Tage für alle Klein Rodensleber und deren Gäste ein wirkliches Erlebnis", zeigte sich Ursel König begeistert. "Natürlich gab es noch viele andere Helfer aus Klein Rodensleben, die zum Gelingen dieser bisher wohl einmaligen, weil so kurzfristigen Improvisation der Essensversorgung beigetragen haben. Euch allen nochmals vielen Dank", feierte der Vorstand des Vereins "Freizeit 2000" seine Helden.

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